Rad-Schnellweg von Norderstedt nach Hamburg geplant

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Auf einer Fahrradstraße dürften Rolf Jungbluth, ADFC Norderstedt (links), und Heinz Zienert vom ADFC Hamburg, so wie hier im Hempberg auch nebeneinander fahren Fotos: Nowatzky

Norderstedter Verwaltung und Bezirksamt beraten Nord-Süd-Trasse

Von Stefanie Nowatzky
Hamburg/Norderstedt. Ein Fahrradschnellweg von Hamburg-Nord nach Norderstedt wäre gerade für Pendler, die täglich nach Schleswig-Holstein zur Arbeit fahren, vorteilhaft. In den nächsten Tagen wollen Mitarbeiter der Norderstedter Verwaltung und des Bezirksamtes-Nord weitere Details klären. Dazu gehört unter anderem der Streckenverlauf. Den Vorschlag hatten Mitglieder der Grünen aus Norderstedt und Langenhorn in den jeweiligen Verkehrsausschüssen ins Gerspräch gebracht.
Einstimmig hat der Norderstedter Ausschuss mit allen 14 Stimmen das weitere Vorgehen beschlossen. Detlev Grube (Grüne Norderstedt) sagt: „Wir haben in der AG Radwege bis 2018 jedes Jahr 900.000 Euro zur Verfügung, das ist jetzt ein konkreter Nutzungsvorschlag.“

ADFC begrüßt Entwicklung

Die Strecke soll von Alsterdorf hinter der Lärmschutzwand am Flughafen vorbei durch die Kleingärten bis Krohnstieg und von dort weiter bis zum Tarpen gehen. In der Grünanlage wechselt der Weg dann auf Norderstedter Gebiet und könnte über Bekwisch zum Hempberg und von dort zum Herold Center führen. Eine gute Anbindung des Gewerbegebietes Garstedt mit der neuen Tesa-Zentrale ist ebenfalls vorgesehen. „Wir haben sehr viele Radfahrer“, bestätigt Tesa-Sprecher Reinhart Martin. „Etwa ein Drittel der 900 Mitarbeiter für Norderstedt haben Interesse, mindestens teilweise mit dem Rad zur Arbeit zu fahren.“ Auch der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club ADFC begrüßt die Entwicklung ausdrücklich. „Schon vor zwei Jahren war die Umwandlung des Hempberg in eine Fahrradstraße im Gespräch“, erzählt Rolf Jungbluth. „Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie man so einen Radschnellweg gestalten kann“, so Jungbluth weiter. Er verweist auf Beispiele in Hamburg und Ahrensburg, wo bereits Fahrradstraßen eingerichtet wurden. Entscheidend für die organisierten Norderstedter Radler ist die Möglichkeit, das Radfahrer auf so einer Strecke Vorfahrt bekommen. „Wir können uns im Hempberg eine Einbahnstraßenregelung vorstellen, mit Fahrradverkehr in beiden Richtungen“, erklärt er. „Auf so einer Fahrradstraße hätten die Radler dann Vorrang vor den Pkw.“
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1 Kommentar
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Michael Müller aus Fuhlsbüttel | 20.03.2014 | 14:51  
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