Schach-Jugend in guter Form

Anzeige
Thiemo Bahde, Cederik Höfs, Malte Peters, Anna-Blume Giede, Inken Köhler, Luisa Janke und Artur Organesjan (v.l.) freuen sich über die Shirts Foto: jae

TuRa Harksheide vor Deutscher Meisterschaft auf der Suche nach einer neuen Trainingsstätte

Norderstedt. Wenn sich das Jahr dem Ende neigt, findet regelmäßig ein sportlicher Höhepunkt der Schachspieler statt. Zwischen den Feiertagen werden die Deutschen Vereinsmeisterschaften der Nachwuchsteams veranstaltet. TuRa Harksheide ist seit 2004 Teilnehmer an den Titelkämpfen.
Aber selten zuvor war die Vorbereitung so schwierig wie in diesem Jahr.
Ob man es glauben mag oder nicht: Die Schachspieler von TuRa Harksheide hatten ein Flüchtlingsproblem. Bisher trainierten die Denksportler in den Räumlichkeiten der alten Gemeinschaftsschule Harksheide. Doch die Schule wird zu einem Flüchtlingsheim umgebaut. „Wir hätten theoretisch weiter trainieren können, weil die Räume noch nicht belegt sind. Aber das gesamte Mobiliar wurde bereits in die neue Schule am Exerzierplatz geschafft“, erklärt Abteilungsleiter Eberhard Schabel.

Neue Trainingsstätte dringend gesucht
Im neuen Schulgebäude wird nach den Verzögerungen beim Bau noch kein Platz für die Schachspieler sein. So wurde die erfolgreiche Schachabteilung vor Monaten heimatlos. „Wir haben versucht, das beste aus der Situation zu machen. Beispielsweise haben wir Training via Skype angeboten“, sagt Eberhard Schabel. Doch damit konnten nicht alle Nachwuchsspieler erreicht werden. Denn einige haben zuhause keine schnelle Internetverbindung, um diesen Service zu nutzen. Doch es gibt einen Lichtstreif am Horizont. Die Grundschule Heidberg hat signalisiert, dass sie den Schachspielern zur neuen Heimat werden könnte.
„Das wäre wunderbar. Die U-Bahn ist gleich um die Ecke. Die Schule und somit unser Training wäre auch für auswärtige Spieler hervorragend zu erreichen“, sagt Schabel auf die Zusage der Trainingsmöglichkeiten hoffend.

„Wegen unseres begrenzten Etats fahren wir dieses Jahr aber nur mit den
aussichtsreichsten Teams zur Deutschen Meisterschaft“ Eberhard Schabel


Das könnte dem Jugendschach bei TuRa Harksheide neuen Aufschwung geben.
Die bisherige Qualität ist schon sehr gut. Zum neunten Male in Folge schicken Harksheider eine U14-Mädchenmannschaft zu den Vereinsmeisterschaften. Einmal wurden sie Deutscher Meister, einmal Vizemeister. Bei den Jungen fährt die U12 zur Deutschen Meisterschaft. Zwei weitere Teams hätten ebenfalls ein Startrecht gehabt. „Wegen unseres begrenzten Etats fahren wir dieses Jahr aber nur mit den aussichtsreichsten Teams zur Deutschen Meisterschaft“, erklärt Eberhard Schabel. U12-Spitzenspieler Daniel Kopylov wurde bei seiner Reise zur Europameisterschaft nach Georgien unterstützt. Luise Diederichs trat, mit TuRa-Geldern gefördert, bei der WM in Südafrika an. Die dafür aufgewandten Mittel fehlen nun, um alle qualifizierten Teams zu den Vereinsmeisterschaften zu schicken.

Spitzenplätze im Visier

Die U14-Mädchen und die U12-Jungen sollen sich unter den Top 10 platzieren. Bei den Mädchen ist bei gutem Verlauf auch ein Treppchenplatz drin. Die U14 weiblich spielt im bayerischen Regensburg, die Jungen in Verden an der Aller. Gespielt wurde jeweils vom 27. bis zum 30 Dezember. Die Ergebnisse standen zu Redaktionsschluss noch nicht fest. Im Internet können die Ergebnisse unter www.deutsche-schachjugend.de/dvm.html eingesehen werden. (tm)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige