Schatten im Karibikstaat

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Viele Fußabdrücke schnitten Pastor Rainer Aue (r.) und seine „Konfis“ als ihren Beitrag zum Weltgebetstag aus Foto: Krause

Inselgruppe der Bahamas im Fokus des Weltgebetstags

Langenhorn Jedes Jahr sind es Frauen eines anderen Landes, die den Leitgedanken und die Texte des Weltgebets-tages erarbeiten – in diesem Jahr Frauen von den Bahamas. Mit nicht einmal 400.000 Einwohnern ist der 700 Inseln umfassende Staat für seine Piratenvergangenheit und seine Steuerparadies-Gegenwart bekannt. In der 1656 durch britische Siedler gegründeten Hauptstadt Nassau leben rund 250.000 Menschen, denen zumindest theoretisch gut 350 verschiedene Banken zur Verfügung stehen.

Gewalt gegen Frauen


Ein Paradies in jeder Hinsicht? Nicht für alle Menschen dort. Das Deutsche Komitee des Weltgebetstags der Frauen - e.V. hat Fakten zusammengetragen, die Schatten auf die sonnige Inselwelt werfen. Hohe Arbeitslosigkeit und die im erschreckenden Maße verbreitete häusliche und sexuelle Gewalt gegen Frauen und Kinder sowie die weit überdurchschnittliche Erkrankung jüngerer Frauen an Brustkrebs sind die dunklen Seiten der bunten Inselwelt.
Frauen aller evangelischen und katholischen Langenhorner Kirchengemeinden haben sich gemeinsam mit den Bahamas beschäftig, die dort ausgesuchten Texte reflektiert und von dort stammende Lieder eingeübt. Traditionell laden sie nach Gebet und Gesang zu „landestypischem Essen“ und Gespräch ein.
Was isst man denn dort so? „Grundnahrungsmittel auf den Bahamas sind Meeresfrüchte“ weiß Andrea Kruhl zu berichten „Die sogenannte ‚Conch‘, eine Art großer Meeresschnecken mit festem, weißen, samtigen Fleisch, steht in unterschiedlichsten Zubereitungsarten ganz oben an!“ Leider sind Conch in Hamburg nicht zu haben. Dafür aber Hühnchen und Reis – ebenfalls sehr beliebt bei den „Untertanen“ von Königin Elisabeth II. in der Karibik. Eine Besonderheit in diesem Jahr ist, dass auch die Konfirmanden mit in die Vorbereitung eingebunden wurden. Jugendpastor Rainer Aue hat mit ihnen Füße aus buntem Karton ausgeschnitten.

F

ußwaschung


Deren Symbolik soll hinführen auf die zentrale biblische Lesung von der Fußwaschung, wie sie im Johannesevangelium berichtet wird. Die Kollekte des Tages ist für Frauenprojekte weltweit bestimmt. So konnten 2014 mit 2,6 Millionen Euro 66 Projekte gefördert werden. Übrigens – auch wenn in der Vorbereitung das „schwache Geschlecht“ dominiert – Männer sind ebenfalls herzlich eingeladen! (fjk)

Freitag, 6. März, 17 Uhr Weltgebetstag-Gottesdienst in der Broder Hinrick-Kirche, Tangstedter Landstr. 220
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