Schneller als die Elbphi

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Geplant und überwacht von einem eigens gegründeten Unternehmen, von der ‚one tesa Bau GmbH, Hamburg‘. Der Gebäudekomplex an der Landesgrenze zu Hamburg Grafik: one tesa Bau GmbH

Was die tesa-Baustelle der Elbphilharmonie voraus hat

Von Franz-Josef Krause
Norderstedt/Langenhorn. Längst rumst es nicht mehr in Norderstedt und Langenhorn. Auf der Baustelle der Beiersdorf-Tochter tesa, wurde am 16. Juni Grundsteinlegung gefeiert. Ob das Gläserklingen bis in die Hamburger HafenCity gedrungen ist? Denn dort gibt es eine Baustelle, die in mancher Hinsicht etwas mit der in Norderstedt gemeinsam hat. Pfähle und Kräne. Der Kaispeicher A, die 1963 errichtete ‚Basis‘ des Hamburger Prestigeobjekts Elbphilharmonie, stand bereits auf 1.111 Stahlbetonpfählen. Um das Gewicht der Elbphilharmonie von ca. 200.000 Tonnen tragen zu können, setzte man 650 zusätzliche Pfähle 15 Meter tief in den Untergrund. Auch in Norderstedt wurden über 1.000 Gründungspfähle verbaut. Klar, dass beiden Bauprojekten umfangreiche Planungen vorausgingen.
In der HafenCity, wo seit April 2007 am Kaispeicher A gearbeitet wird, war zuerst von 77 Millionen Euro, die das Projekt den Steuerzahler kosten sollte, die Rede. Fertigstellung 2010. In diesem Jahr verkündete Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz, dass das Projekt die Steuerzahler insgesamt 789 Millionen Euro kosten wird. Die Eröffnung soll im Frühjahr 2017 erfolgen. 2017 werden die 850 tesa-Mitarbeiter wohl schon ein gutes Jahr das Firmengelände an der Stadtgrenze zu Hamburg bevölkern, wird hier für ein Unternehmen mit einem Umsatz von über einer Milliarde Euro Geld verdient werden. Denn, das war von tesa zu hören, man liegt mit dem auf 160 Millionen Euro geplanten Projekt im finanziellen und zeitlichen Plan. 1968, als der Kaispeicher A noch zum Geldverdienen da war, wurde der Werbeslogan ‚Mit Tesa klebt sich’s leichter‘ kreiert. Offensichtlich plant es sich damit auch besser.


Technische Daten:
1.180 Bohrpfähle (12 - 18 m), 47.845 t Beton- und Stahlbetonmassen, 58.530 Kubikmeter Erdmassen-Aushub, 100.399 lfm Rohrleitungen, 1.046.545 lfm Kabel
Die Eckdaten:
7. 9. 2012: Beiersdorf Aufsichtsrat genehmigt Investition und Gebäudekonzept
6. 11. 2012: Spatenstich, 18. 3. 2013: Beginn der Rohbauarbeiten
18. 6. 2013: Grundsteinlegung 2./3. Quartal 2015: geplante Fertigstellung
Quelle: tesa SE
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