Senatorin im Moor

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Hoher Besuch im Niedermoor: Umweltsenatorin Jutta Blankau informierte sich im Kreis von Vertretern der Verwaltung und der Fritz-Schumacher-Schule über die Renaturierungsmaßnahmen im Raakmoor Foto: Biehl

Jutta Blankau informierte sich über die Naturschutz-Arbeit im Raakmoor

Langenhorn. Der langjährige Einsatz von Schülern der Fritz-Schumacher-Schule (FSS) für das Langenhorner Raakmoor stößt auch bei der Politik auf großes Interesse. Jetzt informierte sich Hamburgs Umweltsenatorin Jutta Blankau über die Erfolge der so genannten Bachpatenschaft der FSS. Auf einem einstündigen Rundgang ließ sie sich die Renaturierungsmaßnahmen am Raakmoorgraben erläutern.
Das in früheren Jahrzehnten unter anderem durch Torfabbau und Entwässerung schwer beschädigte Raakmor ist seit 1979 Naturschutzgebiet. 1983 wurde es offiziell dem Naturschutzbund (Nabu) zur Pflege übergeben. Im Jahr 2009 fanden die ersten Renaturierungsmaßnahmen mit Schülern der FSS statt. Nachdem die Schule Interesse an einer langfristigen Zusammenarbeit bekundet hatte, wurde die Bachpatenschaft besiegelt. „Ziel ist die naturnahe Entwicklung des Abschnittes zwischen dem Hummelsbütteler Moorgraben und der Straße Raakmoorgrund“, sagt Andreas Lampe, Referent für Gewässerschutz beim Nabu und Anleiter der Schülergruppen.
Seit 2011 sind zwei Biologie-Kurse der Mittelstufe aktiv. Jeden Freitag arbeiten bis zu 17 Schüler bei Wind und Wetter zwei Schulstunden lang und bauen zum Beispiel Strömungslenker in den Bach ein, um die Fließgeschwindigkeit des Wassers zu beeinflussen. Für ihren unentgeltlichen Einsatz wurden die jungen Naturschützer im vergangenen Jahr mit dem 2. Platz des DHL-Umweltpreises ausgezeichnet. Das Material im Wert von bis zu 30.000 Euro stellt das Bezirksamt Nord zur Verfügung. Senatorin Jutta Blankau war angetan: „Es ist mir wichtig, dass die Hamburgerinnen und Hamburger den Zugang zu Parks, Grün- und Wasserflächen möglichst in naher Umgebung finden. Das Raakmoor als Naturschutzgebiet ist da natürlich eine tolle Gelegenheit und dass es darüber hinaus gelingt, in Kooperation mit der Fritz-Schumacher-Schule auch Jugendliche dafür zu begeistern, freut mich besonders.“ (bcb)
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