Sie hatte die meisten Zuckertüten

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So sehen Siegerinnen aus! Julia Herbst (nun 8) im Kreise gesetzter Herren. Mit ihr freuen sich Henning Hammond Norden (Förderverein), John Langley, Professor h.c. F. C. Gundlach und Holger Andresen vom Förderverein über den ersten Platz und einen gelungenen Fotowettbewerb. Weitere werden folgen. Foto: Krause

Schülerin siegte beim Fotowettbewerb

Langenhorn/Ohlsdorf. Inzwischen ist sie stolze 8 Jahre alt und besucht die zweite Klasse der katholischen Schule am Eberhofweg. Doch als Julia Herbst ihr Siegerfoto schoss, war sie noch sieben Jahre alt und mit Bruder Mathis und ihren Eltern unterwegs auf dem Friedhof Ohlsdorf. Der befand sich wie in jedem Frühjahr in voller Rhododendronblüte und der Fotowettbewerb, für den sie das Bild machte, hieß folgerichtig „Ohlsdorf im Blütenrausch”. Über 40 junge Fotografen bis 21 Jahre hatten ihre Werke eingereicht. Ohne Namens- und Altersangabe prüfte eine prominent besetzte Jury die Bilder und war begeistert. So begeistert, dass ihr die Auswahl der Preisträger sehr schwer fiel. Im ersten Arbeitsgang identifizierten die Kunstpädagogin Angelika Spielmann, der Fernsehgärtner John Langley und der Fotograf Professor h.c. F. C. Gundlach die zehn besten, mit Sach- und Geldpreisen ausgelobten Bilder. Doch dann ging es darum, aus dieser Auswahl die Gewinner der Geldpreise herauszufinden.
Eindeutiges Votum
John Langley, den Fernsehzuschauern sonst durch seinen ‚grünen Daumen‘ vertraut, wusste auch hier Rat: Zuckertüten. Denn man befand sich in den Räumen des ‚Café Fritz‘ in Ohlsdorf, dass die Sachpreise zur Verfügung gestellt hatte. Langley stattete seine Mitjuroren mit einer Anzahl Tütchen aus und bat sie, diese je nach Einschätzung auf die Bilder zu verteilen. Das Ergebnis war verblüffend. Ein Foto hatte mehr Zuckertüten auf sich vereinigt, als alle anderen Bilder zusammen. Als dem Bild der Name zugeordnet wurde, war die Überraschung komplett. Julia Herbst hatte mit ihrer humorvollen Interpretation des ‚Blütenrausch-Themas‘ die Jury, eher im gesetzten Alter, restlos überzeugt. Auch die Friedhofsverantwortlichen und der Förderkreis Ohlsdorfer Friedhof e.V., der den Wettbewerb ausgerichtet hatte, waren von Julias Bild und der Herangehensweise der kleinen Fotografin begeistert. „Wer hier so ein Foto macht, für den ist der Friedhof keine düstere Ecke sondern eine Facette des Lebens“ davon ist Holger Andresen, der Vereinsvorsitzende überzeugt „wir wünschen uns noch viel mehr junge Besucher, die auf ihre Weise den Friedhof für sich entdecken.“ Auch Manuela Herbst, die Mutter der Siegerin „findet es ganz normal, mit ihrem Mann, ihrer Tochter und Sohn Mathis (4), ‚auf Ohlsdorf‘ spazieren zu gehen.“ Dazu ist bald aus einem besonderen Anlass wieder Gelegenheit.
u Am Sonntag, den 16. September, ist der Tag des Friedhofs. Für Erwachsene und ganz besonders für Kinder. Das Motto: ‚Brücke ins Paradies‘
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