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Christian Carstensen
Hummelsbüttel/Fuhlsbüttel/Langenhorn. Wer wird SPD-Herausforderer im Wahlkreis 22 bei der Bundestagswahl im kommenden Jahr? Drei Interessenten schicken sich an, der CDU das Direktmandat in Hamburg-Nord abzujagen. Am kommenden Donnerstag haben die Bürger Gelegenheit, die Bewerber kennen zu lernen. Wen die SPD aufstellt, will sie am 7. Dezember entscheiden. Bis dahin sollen sich die Kandidaten auf diversen Veranstaltungen im Wahlkreis öffentlich präsentieren.
Mit Christian Carstensen (39) geht nochmals ein Mann ins Rennen, der zwischen 2005 und 2009 bereits einmal Bundestagsabgeordneter war. Der diplomierte Volkswirt hatte 2005 das Direktmandat gewonnen und wurde Nachfolger der ein Jahr zuvor verstorbenen Anke Hartnagel.
Im Bundestag war Carstensen Sprecher der Hamburger Abgeordneten und Mitglied des Bau- und Verkehrsausschusses. Bei der Wahl 2009 musste Carstensen sich knapp dem CDU-Urgestein Dirk Fischer geschlagen geben. Der Vater zweier Töchter ist Distriktsvorsitzender der SPD Langenhorn-Süd.
Inka Damerau (49) ist Sozialpädagogin und Einrichtungsleiterin des Bodelschwingh-Hauses für Wohnungslose in der Humboldtstraße. Die jetzige stellvertretende Landesvorsitzende war bis 2007 Kreisvorsitzende der SPD Nord. In dieser Position hatte sie sich massiv gegen den damaligen Bürgermeisterkandidaten Dr. Mathias Petersen engagiert. Damerau konnte 2007 in den SPD-Landesvorstand aufrücken, nachdem dieser wegen des Skandals um verschwundene Stimmzettel bei einer Abstimmung über Petersen hatte zurücktreten müssen.
Der seinerzeitige Petersen-Unterstützer Wolfgang Rose ist dritter Bewerber. Der gebürtige Bremer und studierte Sozialpädagoge war von 1973 bis 1982 Jugendbildungsreferent der Evangelischen Jugend im Jugendpfarramt Stormarn. Seit 1982 arbeitete er sich in der damaligen Gewerkschaft ÖTV hoch. Ende Mai dieses Jahres gab Rose nach elf Jahren die Landesbezirksleitung der Gewerkschaft ver.di ab. Seit 2008 ist der 65-Jährige Mitglied der Bürgerschaft und sitzt unter anderem in den Ausschüssen für Soziales, Wirtschaft und Kultur. Er ist Aufsichtsratsmitglied bei den Asklepios-Kliniken, beim Ernst-Deutsch-Theater, der HHLA und bei Hapag-Lloyd.
Wer auch immer das Rennen um die Kandidatur innerhalb der SPD gewinnt - er muss womöglich gegen CDU-Veteran Dirk Fischer antreten, der bereits viermal das Direktmandat erringen konnte. Fischer hatte bereits angekündigt, nochmals kandidieren zu wollen. Der bald 69-Jährige sitzt seit 1980 im Bundestag. Auch Klaus-Peter Hesse, CDU-Verkehrsexperte in der Hamburgischen Bürgerschaft, wurde schon als möglicher Kandidat für das Bundestagsmandat gehandelt.
Der Wahlkeis 22 reicht von Alsterdorf bis Wohldorf-Ohlstedt. Hier leben rund 207.000 Stimmberechtigte. (bcb)

Donnerstag, 18. Oktober, 19.30 Uhr, Haus der IGL, Flughafenstrasse 91, (U-Bahn Fuhlsbüttel Nord)
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