Sommerfest im Hamburger Jugendpark

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Michael Behrmann (l.), der Vorsitzende des Langenhorner Bürger- und Heimatvereins, und Tosten Peper, ehrenamtlich im Jugendpark für die Kleiderkammer zuständig, setzen weiter auf eine breite Unterstützung durch die Langenhorner Foto: Krause
Hamburg. „Die Langenhorner haben die Asylbewerber angenommen. Inzwischen gehören die Bewohner des Jugendparks wie selbstverständlich dazu. Das ist eine gute Entwicklung“, findet Michael Behrmann, der Vorsitzende des Langenhorner Bürger- und Heimatvereins.
Auch Torsten Peper, der von Beginn an ehrenamtlich die Kleiderkammer betreut sieht das so. „Wenn man wie ich jede Woche im Jugendpark ist, wird einem aber auch bewusst, wie kurz zum Teil die Verweildauer hier ist. Menschen kommen – gehen oder müssen gehen und andere treten an ihre Stelle. Das macht es nicht leichter, Brücken aufzubauen.“
Genau das wollte ursprünglich der „Runde Tisch“ machen, der sich nach anfänglichen Bedenken gegen die neue Nutzung des Jugendparks gebildet hatte.
Etliche Anwohner hatten damals den Wunsch gehabt, nicht nur Besorgnisse zu formulieren, sondern den neuen Nachbarn hilfreich zur Seite zu stehen. Zu diesen „Laien“ in Sachen Asylbewerberhilfe gesellten sich vom ersten Tag an gemeinnützige Organisationen, Parteien- und Kirchenvertreter sowie die Norderstedter Tafel, die ihr professionelles Wissen um alle Fragen des Asyls in Deutschland einbrachten.

Engagement gefordert

Die Professionalisierung der Hilfestellung hat aber bewirkt, dass sich viele Unterstützer der „Ersten Stunde“ zurückgezogen haben. Sie gehen offensichtlich davon aus, dass ihr Engagement nicht mehr gebraucht wird. Belegt wird diese Entwicklung durch die Teilnehmerlisten der letzten „Runden Tische“. Bezirksamtsleiter Harald Rösler bedauert diesen Trend „Es wäre schade, wenn sich ausschließlich professionelle Hilfestellungsanbieter um die Menschen im Jugendpark kümmern“, findet Rösler, „denn außer von deren Fachwissen lebt ein ‚Runder Tisch‘ auch von der Willkommenskultur der Nachbarn.“
In diese Richtung gehen auch die Überlegungen von Michael Behrmann. „Ich werde bestimmt beim nächsten ‚Runden Tisch‘dabei sein“, verspricht der Bürgervereinsvorsitzende, „und ich bitte die Langenhorner, in ihrem Engagement für den Jugendpark nicht nachzulassen.“ Ganz praktisch könnten das zum Beispiel Kleiderspenden sein. Die Bewohner brauchen weiterhin Kinder- und Jugendbekleidung, Bettwäsche und Handtücher. Die Abgabe ist an Wochentagen von 8 bis 16 Uhr bei der Einrichtungsleitung möglich. Wer mal beim Jugendpark vorbeischauen möchte, hat dazu beim Sommerfest Gelegenheit. (fjk)
Freitag, 29. August, 14 – 18 Uhr Sommerfest, Unterkunft Jugendparkweg 60,
Mittwoch, 24. September, 18 Uhr Runder Tisch im Jugendpark
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