Straßen-Flohmarkt statt Autolärm

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Zufriedene Flohmarkt-Initiatoren an ihrem Stand: „Vielleicht klappt es nächstes Jahr wieder.“ (v.lks.) Steffi Stadtlander, Tochter Frieda, Gerriet Stadtlander, Jan-Erik Neuss Foto: dmhuebsch

Maienweg: Anwohner nutzten die „verkehrsberuhigte“ Zeit

Von Daniela Maria Hübsch
Fuhlsbüttel. Des einen Leid ist des anderen Freud: Nach diesem Motto nutzten die Anwohner des Maienwegs die momentane Verkehrs-Ruhe durch die Baustelle clever und organisierten am vergangenen Sonntag einen Straßen-Flohmarkt. Insgesamt 132 Meter Tapeziertisch waren aufgebaut. darauf lag alles, was für ihre Besitzer im Laufe der Zeit überflüssig geworden war und auf Käufer hoffen konnte. 44 Nachbarn hatten sich spontan zusammengetan. Binnen 14 Tagen planten sie ihren Nachbarschaftsflohmarkt, holten die amtlichen Genehmigungen ein, organisierten eine Hüpfburg für die Kleinen, druckten Informationsflyer und entrümpelten Keller, Dachböden sowie Kleiderschränke auf der Suche nach Verwertbarem aus.
Maienweg-Anwohnerin Steffi Stadtlander hatte die zündende Idee, als sie vor einigen Wochen über einen anderen Anwohnerflohmarkt bummelte. Kurzerhand mobilisierte sie ihre Nachbarn. Die waren auf Anhieb von der Idee begeistert und zahlten ihren Kostenbeitrag von fünf Euro pro drei Meter Tapeziertisch oder steuerten selbstgebackene Kuchen bei, deren Verkaufserlöse zur Kostendeckung verwendet wurden. 14 selbstgebackene Kuchen waren schon nach kurzer Zeit ausverkauft.
Selbst an das beliebte Kinderschminken hatten die Organisatoren gedacht. „Ein voller Erfolg, es hat uns allen viel Spaß gemacht!“, so das Fazit der Initiatorin. Nachbarin Tula Bockmann ergänzte: „Ich habe endlich mal meine Nachbarn besser kennengelernt, das war toll!“ Wenn es nach Abschluss der Bauarbeiten möglich ist, wollen die agilen Nachbarn diese Aktion 2014 wiederholen. Bis dahin genießen sie aber erst einmal noch die verbleibenden ruhigen Wochen am Maienweg. (dmh)
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