Tests am Hamburger Müllberg

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Frieke (l.) und Mitra entnehmen Proben und notieren, aus welcher Tiefe die Erdschichten stammen Foto: now

Heidberg-Schüler suchen Schadstoffe im Boden

Hamburg. Mit lautem Knattern schiebt sich die Rammsonde ins Erdreich vor. Sechs Meter tief geht es in den Boden der Feldmark. Als das seitlich offene Stahlrohr wieder herausgezogen wird, hat es jede Menge Dreck an Bord – Sandschichten, für die sich Frieke und Mitra interessieren. Eifrig schaufeln sie mit Spachtel und Kelle Proben der Erdbohrungen nahe dem Müllberg an der Glashütter Landstraße in mitgebrachte Behälter.

„Wir wollen die Bodenproben von zwei Messpunkten mit dem Elektronenmikroskop untersuchen und nachweisen, ob die Proben in unmittelbarer Nähe der alten Mülldeponie belastet sind“, sagen die beiden 16-jährigen Schülerinnen des Gymnasiums Heidberg. Das ehrgeizige Projekt soll ihr Wettbewerbsbeitrag für „Jugend forscht“ werden.

„Wir wollen die Bodenproben von zwei Messpunkten mit dem Elektronenmikroskop untersuchen und nachweisen, ob die Proben in unmittelbarer Nähe der alten Mülldeponie belastet sind“ Schülerin Frieke (16) Betreut werden sie von Geologielehrer Wolfgang Fraedrich. Er begleitet seit vielen Jahren mit großem Erfolg „Jugend forscht“-Projekte, wurde unter anderem deshalb 2012 von Haspa und Hamburger Abendblatt als „Hamburgs bester Lehrer“ ausgezeichnet.
„Mitte der 80er-Jahre“, so erinnert sich Fraedrich, „hatten ganz in der Nähe viele Brunnen geschlossen werden müssen. Damals haben Schüler Referate über die Dioxin-Belastung im Wasser gehalten“, erzählt Fraedrich.

Neuer Beitrag für „Jugend forscht“

Die beiden Schülerinnen des 11. Jahrgangs untersuchen jetzt die Bodenproben mit international standardisierten Verfahren. Unter dem Elektronenmikroskop lassen sich Schadstoffe wie zum Beispiel Schwermetalle oder Lösungsmittel in den Bodenproben nachweisen. Die Bohrung hat das Hamburger Unternehmen Erwatec für die Schule günstig zur Verfügung gestellt.
Bis Ende Januar müssen die Ergebnisse vorliegen, denn dann wollen sie ihren Beitrag einreichen. (now)
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