Umweltschonende Busse

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Weihten 2007 die erste Wasserstoff-Tankstelle am Flughafen ein: Dr. Joachim Wolf von der Linde AG, Flughafengeschäftsführer Claus-Dieter Wehr und der damalige Senator für Stadtentwicklung und Umwelt, Axel Gedaschko (von links). Foto: Fuchs

Flughafen wird mit dem „Green Fleet Award“ ausgezeichnet

Von Burkhard Fuchs
Fuhlsbüttel. Diese Auszeichnung nahmen die Flughafen-Chefs Michael Eggenschwiler und Claus-Dieter Wehr gerne entgegen. Die Fleet-Company, ein Tochterunternehmen des TÜV-Süd in München, hat den Hamburg-Airport mit dem „Green Fleet Award“ ausgezeichnet.

Der Flughafen in Fuhlsbüttel habe sich durch innovative Ideen und wegweisende Ansätze bei seinem Fuhrpark-Management hervorgetan, heißt es in der Laudatio. Überzeugen konnte der Flughafen mit seinem Einsatz von Erdgas- und Elektrofahrzeugen, durch den die Energiebilanz in seiner Fahrzeugflotte erheblich verbessert werden konnte. Eggenschwiler: „Die Luftfahrt gehört zu den innovativsten Branchen, wenn es um den Umweltschutz geht. Auf unserem Vorfeld fahren Schlepper und Busse mit Bio-Erdgas, Strom und Wasserstoff.“ Der Ausstoß des Treibhaus-Gases Kohlendioxid sei dadurch wesentlich gebremst worden. „Der Green Fleet Award ist für uns Auszeichnung und Ansporn zugleich.“ So unterhält der Flughafen eine Flotte von etwa 400 Fahrzeugen, davon 81 Pkw, 145 Nutzfahrzeuge und rund 170 Spezialfahrzeuge wie Flugzeugschlepper, Gepäckschlepper, Gabelstapler, Hubbühnen oder Kehrfahrzeuge. Die Erprobung alternativer Antriebe begann am Airport im Jahr 2005 mit der Entwicklung eines mit Erdgas betriebenen Schlepper-Prototypen. Dieser Erdgasschlepper beförderte unter anderem die Gepäckwagen vom Flugzeug zu den Gepäckkellern und kam erstmals in Hamburg zum Einsatz. Seit 2007 fährt die Schlepperflotte, heute bestehend aus 42 Fahrzeugen, ausschließlich mit Erdgas. Ein weiterer Abgasbringer am Flughafen sind die Busse zur Fluggastbeförderung zu den Außenpositionen oder zu den weiter entfernt liegenden Parkplätzen. Um auch hier eine klimafreundliche Fluggastbeförderung zu realisieren, seien seit Februar 2011 acht Erdgasbusse im Einsatz, erläutert Eggenschwiler. Bis 2015 soll die komplette Busflotte auf diese schadstoffarme Antriebsart umgestellt sein. „Unser übergeordnetes Ziel ist dabei, den Ausstoß des Treibhausgases CO-2 sowie weiterer Schadstoffemissionen wie Stickoxide, Rußpartikel und unverbrannte Kohlenwasserstoffe zu reduzieren“, sagt Wolfgang Schümann aus der Stabsstelle Umweltschutz am Hamburg Airport, dort mitverantwortlich für alle Projekte rund um alternative Antriebe. „Bei uns kamen hauptsächlich dieselbetriebene Fahrzeuge zum Einsatz, die durch Erdgasfahrzeuge ersetzt werden konnten.“ Die CO-2-Einsparung betrage dadurch heute zwölf Prozent. Zudem wird an der flughafeneigenen Erdgastankstelle seit 1. Januar 2010 zum Großteil Bio-Erdgas getankt, was zu einer Einsparung von 65 Prozent der CO-2-Emissionen führte, erklärt Schümann. Dies seien 527 Tonnen pro Jahr. Seitdem vergrößere der Flughafen seine Erdgasflotte kontinuierlich. Zudem habe sich der Airport zum Ziel gesetzt, beim Einsatz von alternativen Technologien eine Spitzenposition unter allen Flughäfen in Deutschland einzunehmen.
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