Weltgebetstag

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Frauen bereiten den Weltgebetstag vor. Das Team aus Langenhorn erfuhr viel über das Beispielland Frankreich, richtete den Blick aber auch auf das eigene Umfeld.Foto: Krause

Langenhorner Gemeinden gestalten ihn erstmalig gemeinsam

Von Franz-Josef Krause
Langenhorn. Samoa, Rumänien, Libanon, Panama,
Guyana, Papua-Neuguinea. Und nun Frankreich. Das Nachbarland im Westen ist Beispielland für den Weltgebetstag 2013, hier wurden die Texte für das Motto „Ich war fremd – ihr habt mich aufgenommen“ erarbeitet. In Langenhorn haben sich erstmalig alle evangelischen Gemeinden zusammengefunden, um gemeinsam mit der katholischen ‚Heiligen Familie‘ den Weltgebetstag zu gestalten. Schmerzlich vermisst wurde St. Annen am Schmuggelstieg. Die zwölf bis 20 Frauen, die sich zu den vorbereitenden Treffen zusammenfanden, haben sich mit Feuereifer in die Thematik eingearbeitet. Frankreich, das ist ein Land, bei dem fast jeder mitreden kann. Ein Land, das für Deutsche nach Urlaub klingt, nach Stränden, Baguette, Käse, Austern und Champagner. Der Weltgebetstag mit dem Motto ‚Ich war fremd – ihr habt mich aufgenommen‘ (angelehnt an Matthäus 25, 35) richtet den Blick auf ein anderes Frankreich. Es geht um die Problematik der Menschen mit Migrationshintergrund. Nach dem zweiten Weltkrieg warb Frankreich Arbeitskräfte im Ausland an. In den 1950er und 1960er Jahren verstärkte sich die Einwanderung aus den ehemaligen Kolonien infolge von Befreiungskriegen und der Entkolonialisierung. Im Zusammenhang mit dem Algerienkrieg (1954-62) kam es zu einer Einwanderungswelle nach Frankreich. Diese Menschen leben nicht selten in Plattenbauvorstädten. Die Parole der Republik „liberté, égalité, fraternité – Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ gilt dort, so scheint es, nur eingeschränkt. Der Weltgebetstag mit dem Schwerpunktthema Frankreich will aber nicht die Sicht auf Deutschland verstellen – mit rund 14 Millionen stellen Migranten in Deutschland sogar eine größere Bevölkerungsgruppe als bei den Nachbarn im Westen. Auch hier gibt es im Miteinander Optimierungsbedarf.
Zum ökumenischen Gebetstag sind nicht nur Frauen eingeladen. „Wir freuen uns auch über jeden Mann, der sich angesprochen fühlt“, so Rita Hartmann, eine der Mitgestalterinnen. Und danach sind alle eingeladen, das Beispielland auch kulinarisch zu entdecken.

Freitag, 1. März 17 Uhr, Kirche ‚Heilige Familie‘ Tannenweg 24

Seit über 100 Jahren gibt es die Weltgebetstagsbewegung. Ihre Anfänge hatte sie in den USA und Kanada. Heute feiern Menschen in über 170 Ländern weltweit immer am ersten Freitag im März den Weltgebetstag. Der Gottesdienst wird jedes Jahr von Frauen aus einem anderen Land vorbereitet. Die Frauen vor Ort arbeiten in ökumenischen Gruppen zusammen. In unzähligen Gemeinden in ganz Deutschland organisieren und gestalten sie so den Weltgebetstag.
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