Wieder Vandalismus an Denkmälern

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Der Pinguinbrunnen am Rande des Rosengartens im Stadtpark gehört zu den 43 Denkmälern, die vom Bezirksamt Hamburg-Nord betreut werdenFotos: Burmeister/wb

Vier Bronzefiguren vom Pinguinbrunnen müssen nach Beschädigung restauriert werden

Hamburg-Nord. Am Rande des Rosengartens im Stadtpark plätschert eine kleine Fontäne in das achteckige Becken eines Granitbrunnens. Sechs Pinguine sitzen – normalerweise – rings um das kleine Wasser.
Jeder von ihnen ein Individuum, in Bronze gegossen von Bildhauer August Gaul (1869-1921). Der Pinguinbrunnen gehört zu den Anziehungspunkten im Stadtpark. Seit 1925 erfreuen sich Besucher an den lebendig nachgebildeten Tieren und nehmen die Einladung der im Schatten einer wild umrankten Pergola stehenden Bänke an, ein wenig zu verweilen. Jedoch die Freude ist getrübt: Anfang Mai beschädigten unbekannte Täter den Brunnen so stark, dass vier der insgesamt sechs Pinguine restauriert werden müssen. Die Verantwortung für die Pflege der Brunnen und Denkmäler im Stadtpark liegt beim Management des öffentlichen Raumes des Bezirksamtes Hamburg-Nord. 20.000 Euro stehen der Behörde dafür jährlich zur Verfügung. Wie Bezirksamtsleiter Harald Rösler jetzt auf eine kleine Anfrage des CDU-Abgeordneten Christoph Ploß mitteilte, eine auskömmliche Summe. Insgesamt befinden sich 43 Denkmäler und Mahnmale in der Obhut des Bezirksamtes. 22 davon stehen im Stadtpark. Sie werden regelmäßig besucht und auf Schäden untersucht. Bei Bedarf werden Fachleute beauftragt, um Reparaturen vorzunehmen. Um größere Restaurierungen vorzunehmen, hat das Bezirksamt in der Vergangenheit schon einmal Rücklagen auf den Haushaltstitel gebildet. So konnte beispielsweise 2010 der Pinguinbrunnen grundlegend saniert werden. Im Rahmen der geplanten Steingartensanierung soll in nächster Zeit auch dem Ensemble „Weiblicher Akt“ wieder zu neuem Glanz verholfen werden. Die CDU-Fraktion in der Bezirksversammlung hält ein kritisches Auge auf den denkmalpflegerischen Aktivitäten der Verwaltung. So ist es bereits das zweite Mal, dass der Bezirksabgeordnete Christoph Ploß sich erkundigt, welche Denkmäler sich in der Obhut des Bezirksamtes befinden und wieviel Geld jährlich für ihre Pflege zur Verfügung steht. Auch die Bürgerschaftsabgeordneten Dietrich Wersich und Andreas C. Wankum haben die Antwort auf genau diese Fragen bereits eingeholt. (bb/wb)
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