Winterhuder Marktplatz

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Zu viel Lärm: Wenn es nach dem Bezirksabgeordneten Kai Elmendorf (GAL) ginge, gilt künftig am Winterhuder Marktplatz Tempo 30 in der Nacht. Foto: ab

Nachts runter vom Gas?

Winterhude. Mit einem Antrag fordert die GAL-Fraktion im Bezirk Nord die Einrichtung einer Tempo-30-Zone am Winterhuder Marktplatz in der Nacht. Es solle geprüft werden, ob mit dieser Maßnahme das Lärmaufkommen durch den Verkehr gesenkt werden kann. Kai Elmendorf, Sprecher der GAL-Bezirksfraktion im Regionalausschuss Eppendorf-Winterhude, begründet das Grünen-Vorhaben mit einem erhöhten Gesundheitsrisiko, das durch Lärm entsteht. „Lärm beeinträchtigt alle Menschen - gerade nachts – und macht krank. Sehr stark betroffen sind die Anwohner rund um den Winterhuder Marktplatz. Diese müssen entlastet werden.“ Die verkehrsberuhigte Zone soll sich in der Zeit von 22 bis 6 Uhr vom U-Bahnhof Hudtwalckerstraße, am Winterhuder Marktplatz vorbei, bis in die Barmbeker Straße (bis zur Dorotheenstraße) hinein erstrecken.
In der Bezirksversammlung stieß der Vorschlag auf breite Zustimmung. Allein die CDU-Fraktion unterstützt den Antrag nicht. Der Aufwand für die Einschränkung der Verkehrsteilnehmer stünde in keiner Relation zur vermuteten Lärmreduzierung und würde lediglich Steuergelder verschwenden. „Ein solches Vorhaben auf einer Hauptverkehrsader würde den Verkehrsfluss hemmen und Geld verschlingen, das an anderer Stelle dringend gebraucht wird“, begründet Christoph Ploß, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Bezirksfraktion. Bereits 2009 fand ein Lärmforum im Bezirk Hamburg-Nord statt, um Lärmbelastungen und Lösungsmöglichkeiten ermitteln.
Im Fokus stand auch der Winterhuder Marktplatz, ein Gutachten attestierte dort eine „hohe Lärmrelevanz“.
Doch bis heute wurden keine konkreten Anstrengungen zur Lärmreduzierung unternommen. „Bedauerlich ist, dass die CDU schon in der Antragsdebatte in der Bezirksversammlung wieder einmal gezeigt hat, dass ihr die vorbeibrausenden Autofahrerinnen und Autofahrer allemal wichtiger sind als die ruhebedürftigen Menschen in den umliegenden Häusern,“ kritisiert Elmendorf. Trotz der großen Unterstützung in den Reihen der Bezirksversammlung, rechne er jedoch nicht mit einer schnellen Lösung des Lärmproblems. Der Antrag wurde zur weiteren Beratung in den Regionalausschuss überwiesen. (ab)
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