„Wirtschaftlich sinnvoll“

Anzeige
Die Bahnstrecke von Kaltenkirchen über Ulzburg und Ellerau soll in den nächsten fünf Jahren für 90 Millionen Euro elektrifiziert und damit für die Fahrgäste schneller und bequemer gemacht werden Fotos: Fuchs

Gutachten stützt S-Bahn-Plan Kaltenkirchen-Hamburg

Von Burkhard Fuchs
Ellerau/Kaltenkirchen. Nun steht es auch offiziell fest. Die 90 Millionen Euro teure S-Bahn von Kaltenkirchen nach Hamburg ist laut einem Gutachten wirtschaftlich sinnvoll. Das Gutachten wurde jüngst bei einem Treffen von Hamburger Politikern und Vertretern der Gemeinden an der AKN-Trasse vorgestellt. Demnach würde sich die Fahrzeit der Verbindung von Eidelstedt nach Kaltenkirchen auf 39 um fünf Minuten verkürzen. Ohne wie bisher in Eidelstedt umsteigen zu müssen, wäre der Fahrgast in
54 Minuten von Kaltenkirchen am Hamburger Hauptbahnhof. Die Taktfrequenz würde sich in der Hauptverkehrszeit auf zehn Minuten halbieren.
All das würde die Attraktivität dieser Bahnstrecke so verbessern, dass in der Region um Hamburg bis zu 90 Prozent mehr Fahrgäste in die Bahn steigen würden, zitierte AKN-Vorstand Wolfgang Seyb aus dem S21-Gutachten. Zwischen Kaltenkirchen und Henstedt-Ulzburg wären es knapp 20 Prozent mehr bei dann 8.800 Fahrgästen am Tag. Laut Claudius Mozer, Chef der Südholstein-Verkehrsservice-Gesellschaft, bewertet das 160.000 Euro teure Gutachten das Bahn-Projekt mit einem Kosten-Nutzen-Faktor von 1,6. Damit wäre auch der Bundeszuschuss gesichert. Denn nur bei einem Wert über eins würde sich der Bund mit 60 Prozent an den Investitionskosten beteiligen, die mit dem elektrischen Gleisbau und Fahrzeuginvestitionen mit 90 Millionen Euro veranschlagt werden. Auch die Hamburger
S-Bahn sei bereit, versicherte Michael Hüttel, zuständiger Teamleiter für die Angebotsplanung des Tochterunternehmens der Deutschen Bahn AG. „Wenn wir jetzt losplanen und die Fahrzeuge bestellen, können wir im Dezember 2019 den S-Bahn-Betrieb nach Kaltenkirchen aufnehmen.“
Bei dem Trassentreffen bekräftigte Ole Thorben Buschhüter, Vorsitzender des Verkehrsauschusses der Hamburger Bürgerschaft, den Willen der SPD die Elektrifizierung der AKN-Strecke voranzutreiben.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige