Wulffsche Siedlung: B-Plan wird vorgestellt

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Der Bebauungsplan Langenhorn 73 in der Variante 2: Die Stellung der Neubauten folgt im Wesentlichen der bisherigen Struktur der Wulffschen Siedlung. Zeichnung: Plankontor

Senatskommission lässt überarbeitete Version zur Diskussion stellen

Langenhorn. Doppelt hält besser: Mit einer öffentlichen Veranstaltung will die Senatskommission die Bürger ein weiteres Mal über die Pläne zur Umgestaltung der Wulffschen Siedlung informieren. Daher lädt die federführende Baubehörde (BSU) für Dienstag, 12. Juni, ab 18.30 Uhr ins Oberstufenzentrum der Stadtteilschulen am Foorthkamp 36 ein. Vertreter der BSU, des Planungsbüros „Plankontor“ und der Grundeigentümerin Hansa-Grundstücksverwaltung werden den Interessierten die Variante 2 des Bebauungsplanes „Langenhorn 73“ vorstellen.
„Rechtlich gesehen ist diese öffentliche Plandiskussion nicht mehr notwendig“, erläuterte BSU-Sachbearbeiter Holger Djürken-Karnatz auf Nachfrage des WochenBlattes. Doch habe die Senatskommission das gewünscht vor dem Hintergrund, dass sie am 1. März das Bebauungsplanverfahren evoziert hatte.
„Diese Entscheidung finde ich richtig, das ist ein guter Schritt“, kommentierte Hansa-Prokurist Jörg Drefers. Er rechne zwar mit einer „lebhaften Diskussion“, aber auch damit, die Pläne für den Schrittweisen Neubau der bis zu 70 Jahre alten Miethäuser noch einmal sachlich und verständlich darlegen zu können.
Um den B-Plan Langenhorn 73 hatte es erbitterte und sehr emotionale bis unfaire Diskussionen gegeben, die letztlich am 27. Oktober vergangenen Jahres in einem Bürgerentscheid mündeten. Damals hatte sich zwar eine Mehrheit für den Erhalt der Häuser ausgesprochen. Doch wegen der geringen Zahl der abgegebenen Stimmen und der Misere auf dem Hamburger Wohnungsmarkt hatte der Senat das Ergebnis des Bürgerentscheides kassiert.
Bereits im Juni 2010 war der Bebauungsplan öffentlich vorgestellt worden. Somit sei dem Gesetz eigentlich Genüge getan, heißt es aus der BSU. Weil sich daraufhin Widerstand in der Bevölkerung regte, war der ursprüngliche Plan noch einmal grundlegend überarbeitet worden.
Die jetzige Variante sehe vor, die Struktur der Siedlung im Wesentlichen zu erhalten, so Djürken-Karnatz. Nur noch diese neue Variante sei Gegenstand des Verfahrens: „Deshalb werden wir sie nun öffentlich präsentieren.“
Nach der Vorstellung des Plans läuft dann das übliche Verfahren weiter. So müssen die Träger öffentlicher Belange Stellung beziehen, danach wird der B-Plan öffentlich ausgelegt. Während dieser Zeit sind dann auch Einwendungen von Seiten der Bürger möglich. Alle würden der Senatskommission vorgelegt und abgearbeitet, erläutert Djürken-Karnatz. Mit einem Beschluss über den B-Plan rechnet er zum Jahr 2014. „Wenn dann Planungssicherheit gegeben ist, können unsere Architekten mit der Arbeit beginnen“, sagt Jörg Drefers.
Zum Info-Abend will auch die Bürgerinitiative „Stoppt Langenhorn 73“ kommen. Sie hatte seinerzeit den Bürgerentscheid durchgesetzt.
„Ich hoffe, dass das mehr wird als eine Alibi-Veranstaltung“, sagt BI-Vertrauensmann Joachim Lau.
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