Die Hexe Knickebein

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Nicht nur Musikinstrumente benötigt Hexe Knickebein – auch ihre Schleiereule ist immer mit von der Partie.Foto: fjk

Catharina Caspar macht Musik mit eigenen Texten

Von Franz-Josef Krause
Langenhorn. Schon gut im neuen Jahr – im Jahr 2013 eingerichtet? Kein Problem mit der ‚13‘ in der Jahreszahl? Das ist gut so. Denn lange hieß die 13 im deutschen Volksmund das „Dutzend des Teufels“. Das ist eigentlich großzügig vom Herrn der Finsternis. 8,33333% legt er drauf, einfach so. Ob unter diesem Blickwinkel das Jahr 2013 auch entsprechend länger ist? Dann müsste es nicht 365 sondern 395 Tage haben. Einen ganzen Monat mehr! Darauf sind die wenigsten Menschen vorbereitet. Erich Kästner, der Verfasser launiger, hintergründiger Texte, war es.
Er hat sogar einen ganzen Gedicht-Zyklus ‚Die 13 Monate‘ geschrieben. Andere hatten oder haben Angst vor dem ‚Mehr‘. Vor mehr Freiheit zum Beispiel. Als Wolf Biermann in der DDR mit seinen systemkritischen Liedern mehr Freiheit forderte, bekam er zuerst Auftrittsverbot und wurde 1976 in den Westen ‚ausgebürgert‘. Das gleiche Schicksal ereilte 1982 die einst in der DDR gefeierte Schauspielerin Jutta Hoffmann. Gemeinsam mit ihren Kindern trat sie den Weg in den Westen an. Eines der Kinder lebt heute in Langenhorn, hat sich mit Stimm- und Sprachkunde befasst und ist als ‚Hexe Knickebein‘ der absolute Star vieler Kinder. Warum ausgerechnet Knickebein? Catharina Caspar, alias ‚Hexe Knickebein‘ lacht „So genau kann ich das heute auch nicht mehr sagen – ich glaube, das hängt damit zusammen, dass ich als Kind Ostereier mit Knickebeinfüllung nicht essen durfte.“ Dafür ist das, was ‚Hexe Knickebein‘ heute den Kindern bietet, absolut kindertauglich und zum häufigen Genuss bestens zu empfehlen. Denn Catharina Caspar macht Musik mit eigenen Texten – nicht nur für Kinder ein tolles Angebot. Und warum ausgerechnet Hexe – ist der Begriff durch ‚Hänsel und Gretel‘ nicht negativ besetzt? „Keineswegs“ weiß Caspar zu berichten „natürlich wissen fast alle Kinder, dass es auch ‚böse‘ Hexen gibt. Aber genauso wissen sie, das Hexen vermögen, was andere nicht können. Die starren Grenzen aufheben, einfach das tun, was eigentlich nicht möglich ist oder gar verboten ist – Wünsche und Träume wahr werden lassen. Das finden Kinder toll, da sind sie ganz bei der Sache. Meine Hexe Knickebein hext mit Musik und die Kinder dürfen mit hexen.“ Catharina Caspars Musik für und mit Kindern ist nicht computeranimiert. Sie setzt bei ihren Auftritten ganz bewusst auf ‚handgemachte‘ Musik, bei der die Kinder mit einbezogen werden. Deshalb gehört zu ihrem Hexenwerkzeug nicht nur die Gitarre, sondern auch ein Koffer mit allerlei kindgerechten Musikinstrumenten, die ohne jede Vorkenntnisse von Kindern gespielt werden können. Und das tun sie mit Begeisterung. Mit Rührtrommel oder Rassel. Catharina Caspar weckt musikalische Phantasien in der Musikschule Alter Teichweg oder im Waldkindergarten ‚Die Schlaufüchse‘ im Naturschutzgebiet Raakmoor in Hummelsbüttel. Caspar bringt ihre musikalische Hexerei aber auch in andere Kindergärten, Klassenzimmer oder zu Kindergeburtstagen. Sie lädt Kinder ein, Musik nicht zu konsumieren, sondern aktiv mit zu gestalten. So können sie spielerisch in die Welt der Töne hineinwachsen in eine Sprache, die überall verstanden wird und „mit der man nicht lügen kann“. Eins allerdings kann auch die Hexe Knickebein nicht: dem Jahr mit der ‚13‘ am Ende auch nur einen Tag hinzufügen. Das hat, trotz des ‚teuflischen Dutzend‘ in den letzten beiden Ziffern, lediglich 365 Tage. Denn Schaltjahre mit 366 Tagen – so wie es 2012 eines war – müssen sich immer glatt durch ‚4‘ teilen lassen! Das ist wie verhext. Alles über die Hexe Knickebein unter: www.hexe-knickebein.de (fjk)
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