Kampf gegen Rechts

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Türkisch-deutsche Vertreter trafen sich

Hamburg. Um ihren gemeinsamen Kampf gegen rechtextremistische Tendenzen zu signalisieren trafen sich Vertreter der Agentur für Arbeit, verschiedene Organisationen mit türkeistämmigen Mitgliedern, das Welcome Center, das Hamburger Weltwirtschaftsinstitut und weitere Partner.
Alle Teilnehmer bildeten einen `Runden Tisch`, um gemeinsam ein Zeichen zu setzen: Sie wollen drei Bäume pflanzen, die symbolisch für die Vergangenheit, für die Gegenwart und für die Zukunft der Deutschen und türkischstämmigen Hamburger stehen.
„Gerufen wurden Arbeitskräfte, gekommen sind Menschen“, beginnt Sönke Fock, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit und begrüßt zahlreiche Gäste zu einer besonderen Feierstunde in der Arbeitsagentur.
„Sie haben mit ihrem Fleiß und ihrer Arbeitskraft wesentlich zum Wohlstand in unserer Stadt beigetragen. Jetzt gilt es das wertvolle Potential der Enkelkinder für die Zukunft zu fördern.“
Das geht nur mit guter Bildung: Schulabschluss, Ausbildung bzw. Studium.
Die Voraussetzungen hierfür müssen schon im Vorschulalter geschaffen werden. Hamburg ist auf einem guten Weg, sich mit einem gemeinsamen Arbeitsmarktprogramm und einer attraktiven Kinderbetreuung langfristig die Fachkräfte von morgen zu sichern. „Und damit auch den Wohlstand für alle Hamburgerinnen und Hamburger,“ ergänzt Fock.
„Türken in Deutschland sind seit 50 Jahren ein Teil des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens“, sagt
Berati Alver, Konsul der Republik Türkei. Daher würden sie zur Deutschlands kultureller Vielfalt gehören.
Gewalt und Feindlichkeit dürfen keinen Einfluss auf unsere Zukunft haben. Wir alle haben die Chance einen Beitrag für ein friedliches und freundschaftliches Miteinander zu leisten.“
Anlässlich des Internationalen Tages gegen Rassismus und Gewalt riefen Fock und der stellvertretende Generalkonsul der Republik Türkei Berati Alver zu einer Gedenkminute für die Opfer von Gewalt und Fremdenfeindlichkeit auf.
„Hamburg wird nur dann auch zukünftig ökonomisch erfolgreich sein, wenn es attraktiv für Zuwanderer und seine ausländischen Einwohner ist“, fügt Dr. Silvia Stiller, Forschungsdirektorin des Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut gGmbH (HWWI) hinzu.
Jährlich kommen mehr Zuwanderer in die Hansestadt. Die türkischen Einwohner sind ein wichtiger ökonomischer Faktor für Hamburg. Sie stellen mit rund 15.000 Beschäftigten rund ein Fünftel der internationalen Arbeitskräfte in Hamburg.“ (pi)
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