Lässt Hitchcock grüßen?

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Verena Rabe, eine erfolgreiche Autorin ohne Künstlerallüren . Foto / Repro: Krause

Langenhorner Autorin punktet mit präziser Recherche

Langenhorn. Ist sie die Frau mit dem gelben Koffer, die in ihrem Roman ‚Der längste Tag in unserem Leben‘ an der Station Bayswater der Londoner U-Bahn im hellen Trenchcoat einen Kurzauftritt hat? War da Alfred Hitchcock ihr Vorbild, der sich ja in viele seiner Filme in eine Miniszene einbrachte?
Von Verena Rabe, der Langenhorner Autorin, sind bereits vier Romane bei namhaften Verlagen erschienen und in hoher Auflage verkauft worden.
Wer ist der Mensch Verena Rabe? 1965 wird sie in Hamburg geboren, verlässt die Hansestadt nach dem Abitur, um in Göttingen und München Neuere Geschichte und Wirtschaft zu studieren. Mit dem Examen in der Tasche geht sie 1990 für ein paar Monate nach London und arbeitet anschließend als Journalistin in Norddeutschland.
Mitte der 90er beginnt sie, ihren ersten Roman zu schreiben. 1999 wird sie Mitglied im Writers‘ Room, einem Verein für Autorinnen und Autoren in Hamburg, der von der Hamburger Kulturbehörde gefördert wird. In einer Atelierwohnung unterm Dach können die Mitglieder arbeiten. „Dort entstehen meine Romane“, sagt Verena Rabe. „Die Schlichtheit des Raumes gibt mir künstlerische Freiheit. Durch den Writers‘ Room bekam ich Kontakte zu anderen Autoren, Lektoren und Agenten.“ So, wie sie den Kontakt zu anderen Autoren braucht, so braucht sie auch die reale Welt. Deshalb ist es ihr wichtig, die Orte und Landschaften der Handlung ihrer Bücher bestmöglich zu kennen. Dabei ist für sie Recherche vor Ort selbstverständlich. „Ich kann mir nicht vorstellen, die Schauplätze meiner Bücher nur im Internet zu besuchen. Um sie wirklich zu ‚begreifen‘ muss ich dort gewesen sein.“ So wie in London.
Die britische Hauptstadt und die Terror-Anschläge von London Anfang Juli 205 sind der reale Hintergrund ihres Erfolgsromans ‚Der längste Tag in unserem Leben‘. In dieses Geschehen hinein entwickelt Rabe die Liebesgeschichte einer norwegischen Hotelangestellten und eines Londoner Physiotherapeuten. Sie nimmt ihre Leserinnen mit in eine Welt, wie sie ist oder zumindest möglich sein könnte. Bei aller Detailtreue lässt sie der Phantasie Raum und der Frage „Wie hätte ich gehandelt, wie gefühlt – was, wenn es mir so ergangen wäre?“
Verena Rabe lebt mit ihrem Mann und den 16 und 17 Jahren alten Kindern in Langenhorn. Sie liebt diesen Stadtteil: „Hier geht es ganz ‚normal‘ zu. Das ist Freiheit für mich“, sagt sie. Freiheit, die sie auch zum Schreiben nutzt. Bereits am 12. November erscheint ‚Das Glück in weißen Nächten‘, ihr neuester Roman. (fjk)
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