Sicherheit im Internet

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Kriminaloberkommissar Wiro Nestler rät allen Verbrauchern, die einschlägigen Sicherheitsregeln im Internet zu beachten. Foto: Umsorgt wohnen

Tipps von der Kriminalpolizei

Hamburg. Das Internet bietet viele Möglichkeiten, doch über die Risiken dieses Mediums sollte man Bescheid wissen. Wiro Nestler, Fachkommissariat Prävention und Opferschutz (beim Landeskriminalamt Hamburg), rät daher: „Beachten Sie die wichtigsten Sicherheitsregeln im Netz.“ Computerviren und -würmer, die sich in vielen Fällen in unerwünschten E-Mail-Anhängen oder auf manchen Websites verbergen, können, einmal heruntergeladen, den gesamten Inhalt der Festplatte vernichten. Urlaubsfotos mit den Enkeln sind dann gelöscht oder wichtige Programme funktionieren nicht mehr.
Virenschutz
Deshalb sollte jeder Internetnutzer Antiviren-, Anti-Spyware-Programme und eine persönliche Firewall installieren sowie die neuesten Betriebssysteme und Browser nutzen. Für diese Schutzmaßnahmen sollte man ein automatisches Update anlegen, damit immer die aktuelle Version vorliegt und die Sicherheit gewährleistet bleibt. „Gehen Sie nie mit Administrator-Rechten (Windows-Standard) online. Richten Sie sich ein Benutzerkonto mit eingeschränkten Rechten ein und nutzen Sie nur dieses, um ins Internet zu gehen“, rät Nestler. Wer diesen Hinweis ignoriert, öffnet schädlichen Programmen ein großes Einfallstor. Auch Zugangsdaten sind ein sensibles Thema. Benutzernamen und Kennwörter für E-Mail, Onlinebanking, Onlineshopping sowie Bezahldienste sind unbedingt unter Verschluss zu halten. Es sind sichere Passwörter zu wählen, die in regelmäßigen Abständen gewechselt werden sollten. Diese sollten nicht weniger als zehn Ziffern betragen und aus großen und kleinen Buchstaben, Zahlen und Zeichen kombiniert werden. Für jede Anwendung sollte es ein eigenes Passwort geben. Wenn Kriminelle beispielsweise die persönlichen Bankdaten ausspioniert haben, ist der Zugriff auf das Konto des Internetnutzers kinderleicht.
Soziale Netzwerke
Zu großer Vorsicht rät Wiro Nestler auch rund um die Veröffentlichung persönlicher Daten. In sozialen Netzwerken oder Kontaktbörsen sollte man nicht angeben, wann man in den Urlaub fährt. Einbrecher wissen dadurch, in welchem Zeitraum das Haus leer steht. Selbst das eigene Geburtsdatum muss nicht jedem zugänglich gemacht werden.
Sicherheitskopien
Außerdem empfiehlt die Kripo, Sicherheitskopien der wichtigsten Dateien anzulegen, bei den Übertragungstechnologien VolP oder WLAN auf eine Verschlüsselung der Kommunikation zu achten – andernfalls kann jeder Nachbar über die persönliche WLAN-Verbindung im Internet surfen.
Insbesondere beim Verdacht auf Missbrauch von Zugangsdaten sollten diese umgehend geändert und Strafanzeige bei der Polizei erstattet werden. Das ist zum Beispiel unter der Internetadresse www.polizei.hamburg.de möglich. (jm)
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