14-Jähriger spielt Terrorist in Hamburg: Polizist zieht Dienstpistole

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Dramatischer Einsatz in Langenhorn: Jugendlicher zielt mit nachgemachter Maschinenpistole auf Polizeibeamte

Beinahe-Tragödie in Langenhorn: Als ein 14-Jähriger mit der Nachbildung einer Maschinenpistole auf einen Polizeibeamten zielte, zog dieser zur Eigensicherung seine Dienstpistole. "Nur durch das umsichtige Verhalten des Polizeibeamten kam es zu keiner Schädigung im Rahmen einer anzunehmenden Notwehrhandlung", heißt es beim Polizeikommissariat.

Ins nachträgliche Entsetzen bei der Vorstellung, was da am vorigen Sonnabend Abend gegen 23 Uhr hätte passieren können, kann sich Unverständnis über das Verhalten der Mutter mischen. Nach deren Aussage hatte der 14-Jährige mit einem Freund "Terroristen gespielt". Dazu hätte sie den beiden auch Feuerwerksböller überlassen, erklärte die Frau den Polizeibeamten.

Die Polizei war von Anwohnern im Langenhorner Foorthkamp gerufen worden, weil sich mehrere Personen an Garagen in der Nähe verdächtig verhalten hätten. Drei Funkstreifenwagen rückten mit Martinshorn und Blaulicht an - schließlich läuft aktuelle eine Offensive gegen Einbrecher in Hamburg. Die Beamten trafen auf zwei Personen. "Halt! Polizei", riefen die Beamten und daraufhin drehte sich einer der beiden Verdächtigen um. Mit einer Langwaffe in der Hand. Die Mündung zielte in Richtung des Polizeibeamten, wie die Polizei am Donnerstag (18. Dezember) bestätigte.

Mit der Dienstpistole im Anschlag forderte er den Jugendlichen auf, die Waffe umgehend fallen zu lassen. Nur zögerlich sei dieser der Aufforderung nachgekommen. Dann stellte sich heraus, dass die MP "eine echte Nachbildung" war, der Verdächtige ein 14-Jähriger.
Ihr Sohn hätte mit einem Freund in den Gärten der Wohnanlage "Terroristen gespielt", erklärte seine Mutter, die kurz darauf auftauchte.


Die Anscheinswaffe und Feuerwerkskörper wurde sichergestellt. Der Einsatz endete mit einer Anzeige nach Verstoß gegen das Waffengesetz sowie eine Ordnungswidrigkeitenanzeige. Harmlos im Vergleich zu der Vorstellung, was hätte passieren können. (sta)
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2 Kommentare
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Alster Flair aus Barmbek | 20.12.2014 | 07:34  
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Rainer Stelling aus St. Georg | 22.01.2015 | 14:15  
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