Feuer bei Wehrchef

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Rund 300 Kräfte aus 14 Feuerwehren kämpften vergeblich gegen die Flammen Foto: Büh

Heidmoor: 300 Einsatzkräfte kämpften um Wohnhaus

Heidmoor (Kreis Segeberg) Bei einem Großfeuer in der Gemeinde Heidmoor ist in der Nacht zum vergangenen Donnerstag das Wohnhaus von Wehrführer Gerhard Eggert niedergebrannt.
Rund 300 Einsatzkräfte aus 14 Feuerwehren kämpften bis zum Donnerstagmittag gegen die Flammen. Vier der 14 Bewohner des Hauses kamen vorsorglich mit Verdacht auf Rauchvergiftung in die Klinik.
Der Brand an der Waldchaussee war gegen 1.14 Uhr ausgebrochen. „Ich habe nur ein Knistern gehört und dann einen lauten Knall“, berichtet Eggert. „Ich war ja schon im Bett und dachte, vielleicht lässt jemand noch einen übrig gebliebenen Böller von Silvester knallen. Dann habe ich das Außenrollo geöffnet – und die Flammen gesehen.“ Eggert weckte sofort seine Frau, seinen Schwager, seinen Sohn und die Enkelkinder Sandra und den zehnjährigen Felix.
Das Feuer war vermutlich im rückwärtigen Anbau ausgebrochen. Es fraß sich binnen kurzer Zeit in den Dachstuhl des Hauses. Im Anbau stehen eine Holzheizung und eine Ölheizung. Die Feuerwehrleute legten kilometerlange Schlauchleitungen, um möglichst viel Wasser an die Einsatzstelle zu holen. Rund 150 Feuerwehrschläuche wurden zu drei Leitungen zusammengeschlossen. Tanklöschfahrzeuge mussten im „Pendelverkehr“ zum Wassertransport eingesetzt werden. Da der Hof außerhalb des Dorfes liegt, musste das Wasser über große Entfernungen transportiert werden. Pumpen ratterten die ganze Nacht.
Die Einsatzkräfte hatten selbst mit dem modernen Teleskopmastfahrzeug der Kaltenkirchener Feuerwehr Mühe, an die Brandherde im Dach heranzukommen. Von der Arbeitsbühne des Spezialfahrzeugs aus konnten die Einsatzkräfte das Dach öffnen und den Brand von oben bekämpfen.
„2011 habe ich das Dach komplett neu decken lassen. Auch eine Photovoltaik habe ich auf einem Teil des Daches installiert“, erklärte Gerhard Eggert. Davon blieb nicht viel übrig: Feuerwehrleute mussten mit einer speziellen Motorkettensäge das Dach öffnen, um die Flammen löschen können.
Von 1935 bis 1975 war das Gelände ein Bauernhof, wurde dann zum Wohnhaus umgebaut. (büh)
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