Hand zwischen Winsch und Leine eingeklemmt: Zeigefinger abgetrennt

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Die MSC Lucy: Das Containerschiff machte am 18. November in Hamburg fest, dabei gab es einen Unfall Foto: HHM/Hasenpusch

Blutiger Unfall beim Festmachen des Containerschiffs MSC Lucy: 37-Jähriger verletzt

Es ist der Albtraum jedes Seglers oder Motorbootfahrers: Du kriegst die Hand zwischen Leine und Winsch und dann zieht sich die Leine langsam fest...

Einem 37-Jährigen Hafenarbeiter ist genau das am Dienstag Nachmittag passiert. Der Mann wurde bei dem Unfall der rechte Zeigefinger abgetrennt, als er am Predöhlkai im Waltershofer Hafen die MSC Lucy festmachen wollte.
Das Containerschiff ist 325 Meter lang, hat 89.954 Bruttoregistertonnen und fährt unter der Flagge Panamas.

So war es passiert: Der 37-jährige Mitarbeiter einer Festmacherfirma war mit einem 34 Jahre alten Kollegen dabei, die erste Vorleine der "MSC Lucy" festzumachen. Dafür wurde schiffsseitig eine Wurfleine, an der die Vorleine befestigt war, an Land geworfen. Der 37-Jährige wickelte die Wurfleine über die Winsch des Festmacherfahrzeugs. Als die Winsch anlief, wurde die Hand des Festmachers (37) zwischen Winsch und Wurfleine eingeklemmt.

Der 34-jährige Kollege bemerkte den Unfall und betätigte sofort den Notschalter. Doch der Mann verlor bei dem Unfall den rechten Zeigefinger und brach sich den Mittelfinger der rechten Hand. Rettungssanitäter versorgten den Verletzten.

"Unterdessen fand der 34-jährige Arbeiter den Handschuh seines Kollegen, in dem noch der Finger steckte", hieß es am Mittwoch im Polizeibericht. Und weiter: "Er übergab den Rettungssanitätern den Finger. Der Verletzte wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Ärzte versuchen, den Finger wieder anzunähen."

Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei dauern an. Hinweise auf ein Fremdverschulden liegen zurzeit nicht vor. (wb)
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