Der Wels – Ein wahres Flussmonster?

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Der Wels, auch als Katzenfisch bekannt, gibt es in unterschiedlichen Größen. Ein wahres Flussmonster? (Foto: glynn424 | Pixabay)
Der europäische Wels ist der größte und reine Süßwasserfisch Europas und wird auch als Waller bezeichnet. Im Durchschnitt werden Welse zwischen 100 und 150 Zentimeter groß. Dabei erreichen sie ein Gewicht zwischen 15 und 45 Kilo. Bei besonders guten Umweltbedingungen können Welse auch Längen bis zu 3 Metern erreichen und bis zu 200 Kilo schwer werden. Solche Flussmonster finden sich besonders in Osteuropa.

Die Gewässer des Wallers

Der Wels kommt in großen Teilen Mittel- und Osteruropas vor sowie im Brackwasser der Ostsee und am Schwarzen Meer. Welse leben in großen und warmen Seen oder in tiefen Flüssen, die nur eine langsam fließende Strömung haben. Optimal sind Wassertemperaturen bis zu 20° Celsius. In den Gewässern bevorzugt der Wels weiche Böden und ausreichend Möglichkeiten zum Verstecke. Kanäle oder tiefe Löcher in der Bodenstruktur des Gewässers oder Bäume, die ins Wasser hängen, sind echte Hotspots für Welse.
Übersicht der Gewässerstandorte des Wallers
• Große Teiche oder Seen
• Langsam fließende Flüsse und Kanäle
• Brachwasser der Ostsee
• Gewässer mit warmen Wassertemperaturen (ca.20° Celsius)
• Versteckmöglichkeiten: Unterwasserhöhlen, Astwerk, Wurzelwerk, totes Holz

Die Lebensweise des Welses

Da der Waller er ein dämmerungs- und nachtaktiver Fisch ist, hält er sich tagsüber vorwiegend in Unterwasserhöhlen und anderen Verstecken auf. Spätestens mit Beginn der Dämmerung wird er aktiv und begibt sich auf die Nahrungssuche. Auf der Speisekarte des Wels stehen in seinen jungen Jahren Insekten, Würmer, Krebse und andere Fische. Mit zunehmender Größe fressen Welse allerdings auch Ratten, Mäuse, Frösche und Vögel. Daher gelten Welse auch als echte „Allesfresser“ und in manchen Geschichten verschwand schon eine Ente oder ein kleiner Hund plötzlich im Wasser. Wissenschaftlich belegt sind diese Geschichten bisher jedoch nicht.


Tipp für Angler

Ein Drill mit einem Waller ist für jeden Angler ein Erlebnis. Besonders der „Kampf“ mit kapitalen Exemplaren hinterlässt Erinnerungen, die man so schnell nicht vergisst. Mit dem passendem Equipment und dem entsprechendem Gewicht hat der Wels eine rohe Kraft und eine Gewalt, deren Einschlag und Wirkung man auf der Rute spürt. Beim Angeln auf Wels ist es daher wichtig, dass man stabile Schnüre von mindestens 0,40 Millimetern und mehr wählt. Monofile Schnüre bis 0,60 Millimeter und der entsprechenden Tragfähigkeit sind nötig. Sehr hilfreich ist beim Angeln auf Wels auch ein Wallerholz, mit dem Welse angelockt werden. Welse haben unter anderem ein sehr gut ausgeprägtes Gehör und nehmen feinste Schallwellen wahr. Durch das Schlagen des Wallerholzes auf das Wasser, wird die Neugierde der Tiere geweckt und die Chancen auf einen Biss steigen um ein Vielfaches.

Köder die den Waller verführen
Damit der Allesfresser Wels auch anbeißt, braucht es einen passenden Köder. Für Waller eignen sich als Köder neben toten Köderfischen wie Rotaugen auch Stücke vom Aal und sogar Tintenfisch. Je länger der Tintenfisch schon tot ist, umso intensiver ist der Geruch für den Wels. Alternativ können auch Bündel von Tauwürmern oder Pellets verwendet werden. Als künstliche Köder für das Angeln auf Wels eignen sich besonders die Wobbler, die echte Fische wie zum Beispiel Forellen, Heringe, Barben oder Barsche imitieren.

Auf den Punkt gebracht

Das Angeln auf den Waller oder Wels ist ein echtes Abenteuer. Verbunden mit einem längeren Aufenthalt in der Natur während man auf einen Biss wartet. Kapitale Exemplare liefern einen harten Drill und nicht selten braucht es mindestens vier starke Arme, um den Fang überhaupt ins Boot zu holen. Adrenalin schießt in die Blutbahnen und das Herz schlägt bis zum Hals, beim Welsangeln besteht Suchtgefahr.
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