Drei Schwestern kicken erfolgreich

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Die Medaille hat den Echtheitstest bestanden. Hannah (li.) und Henrike (re.) freuen sich mit ihrer jüngeren Schwester Philine über den Gewinn der norddeutschen Meisterschaft. Mehr geht in der C-Jugend nicht. Alle drei Schwestern können auf große Saisons mit Regionalliga-Aufstieg, Spielen in der Bundesliga und Landesmeisterschaften zurückblickenFoto: Maibom

Henrike, Hannah und Philine Diekhoff haben sich dem Fußball verschrieben

Von Thomas Maibom
Langenhorn. Die derzeit wohl größten Talente im Langenhorner Fußball muss man nicht bei den Herren suchen. Drei Schwestern sind die Abräumer der Saison. Henrike, Hannah und Philine Diekhoff haben drei Ausnahmespielzeiten hinter sich.
Henrike wechselte während der letzten Saison aus dem Leistungsbereich des Hamburger SV zu den Damen des SV Henstedt-Ulzburg. Dort wurde die 17-Jährige schnell zu einer festen Größe im Kader. Auf der rechten Außenbahn spielte sie einen zuverlässigen Part. Was die Langenhornerin aber besonders auszeichnet, ist ihr Torriecher. Immer wieder zog sie in den Strafraum rein und war genau am richtigen Platz, wenn der Ball nach einem Torschussversuch abprallte. Das Damenteam spielte die erfolgreichste Saison in der Vereinsgeschichte. Landesmeister, Pokalsieger, Kreispokalsieger, Hallenkreismeister, Integrationscup-Sieger und als Sahnehäubchen sprang am Ende auch noch der Aufstieg in die Regionalliga heraus. „Einen besseren Einstand bei den Damen kann man nicht haben“, sagt Henrike auf die abgelaufene Saison zurückblickend.

Fußballgene

Der Blick zurück ist bei Hannah etwas getrübter. Als einzige der drei Schwestern kann sie auf eine Saison in der Bundesliga zurück blicken. Mit der B-Jugend des Hamburger SV war sie in die Bundesliga aufgestiegen, musste aber gleich wieder den Abstieg hinnehmen. „Wir haben vier unserer 18 Spiele mit nur einem Tor Differenz verloren. Gewinnen wir eines von denen, halten wir die Klasse“, sagt Hannah zurückblickend. Sie spielte Abräumer vor der Abwehr und war mit vier Treffern noch zweitbeste Torschützin ihres Teams. Ihre Zukunft ist noch offen. „Ich kann mir einen Verbleib beim HSV genauso gut vorstellen, wie zusammen mit Henrike in Henstedt-Ulzburg zu spielen“, sagt die 15-Jährige.
Einen Grund zu wechseln gibt es für die jüngste der drei Schwestern derzeit nicht.
Philine ist in der C-Jugend des HSV im Sturm gesetzt. In dieser Saison wurde sie Landesmeisterin und gewann die norddeutsche Meisterschaft durch ein 3:1 gegen die TSG Ahlen. „Wir haben alles gewonnen, was man in dieser Altersklasse gewinnen kann“, freut sich das 13-jährige Küken der Familie.
Die Fußballgene sind den drei Schwestern ins Blut gelegt. Vater Hartmut war Anfang der 90er Jahre Manager der Bundesliga-Fußballer, Mutter Maria ist eine verkappte Fußballerin. „Ich wollte früher immer Fußball spielen, durfte aber nicht, weil bei uns kein Mädchenfußball angeboten wird“, sagt die Lehrerin der Grundschule am Heidberg. Die Nähe zum HSV ist auch genetisch bedingt. Oma Trautel ist Trägerin der Verdienstnadel in Gold, einer Auszeichnung, die nur drei HSV-Mitglieder gleichzeitig tragen dürfen. In einer nicht so fernen Zukunft können sich die drei vorstellen, alle in einer Mannschaft aufzulaufen. „Wir ergänzen uns auf unseren Positionen. Das gibt zuhause keinen Streit“, sagt Henrike lachend. Wo und wann auch immer das passieren wird, der Trainer dürfte sich freuen. Er bekäme es mit den größten Fußballtalenten in Langenhorn zu tun.
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