Glanzloser Sieg im Schwesternduell

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Alstertal-Langenhorns Alina Glaser (l.), hier im Block gegen Jill Ritter, machte eine gute Partie als Mittelblockerin und überzeugte, ungewöhnlich für ihre Spielposition, auch in der Abwehr. Foto: Maibom

Volleyball: SCALA-Volleyballerinnen gewinnen gegen VC Norderstedt

Langenhorn. Überzeugend ist anders. Auch wenn das 3:0 der Volleyballerinnen des SC Alstertal-Langenhorn gegen den VC Norderstedt sich deutlich anhört, so hatten das SCALA-Team doch mehr Mühe mit den Gästen von der anderen Seite der Stadtgrenze, als ihnen lieb war.
Spiele zwischen dem SC Alstertal-Langenhorn und dem VC Norderstedt stehen unter einem besonderen Vorzeichen. Noch vor wenigen Jahren waren bei de Vereine als VC Norderstedt/Alstertal-Langenhorn aktiv, ehe der Streit um das liebe Geld diese Spielgemeinschaft sprengte. Viele Spielerinnen, die sich jetzt in der dritten Liga gegenüber standen, haben die gemeinsamen Zeiten und die Trennung im Streit erlebt.
Diesmal gab es aber nur den Streit oder besser den Wettkampf um Drittliga-Punkte. Die Norderstedterinnen traten dabei mit einer besseren Landesligamannschaft an. Denn das Team, das die Qualifikation zur dritten Liga erspielte, verließ nach Differenzen mit dem Trainer, der anschließend auch den Verein verließ, den VCN. Die zweiten Damen rückten aus der Landesliga nach, übersprangen zwei Spielklassen, und sind nun in der dritten Liga aktiv.
Ähnlich extrem die Ausgangslage bei den Alstertal-Langenhornerinnen. Vom Team der letzten Saison, das sich den Drittligaplatz erspielte, waren mit Alissa Willert, Merlen Görlich und Luisa Braunschweig nur noch drei Spielerinnen dabei. Von den Bundesliga-erfahrenen Neuzugängen konnte nur Susanne Maier spielen. Tina Potratz fehlte wegen ihrer Schwangerschaft, Kerstin Köster und Adina Hinze wegen Verletzung. Hinzu kommt die unbefriedigende Trainingssituation. Zwei Trainingseinheiten haben die SCALA-Damen pro Woche. Eine davon ist so früh gelegen, dass der Teil der Mannschaft, der nicht mehr zur Schule geht, diese Zeit nicht wahrnehmen kann. „Wir trainieren quasi anderthalb Mal pro Woche“, sagt Manager Jörg Drews.
Unter diesen Vorzeichen entwickelte sich ein Spiel, das nur selten Drittliganiveau hatte. Im ersten Satz setzten sich die SCALA-Damen früh ab und gewannen 25:19. Der zweite Durchgang wurde dann zu einem wahren Krimi. Der VCN, der zuvor in seinen Spielen im Schnitt nicht einmal 15 Punkte pro Satz erreichte, hatte beim Stande von 24.23 und 25:24 zwei Satzbälle. Doch beide wurden mit verschlagenen Angaben leichtfertig vergeben. Ironischerweise entschied
Alissa Willert den Satz mit einem Service-Winner zum 28:26. Acht Aufschläge hatte der SC Alstertal-Langenhorn allein in diesem Satz zuvor verschlagen.
Im von leichten Fehlern geprägten dritten Satz reichte dem SC Alstertal-Langenhorn eine Phase von acht konzentriert gespielten Punkten, um von 10:15 mit 18:10 in Führung zu gehen, und den VCN in Schach zu halten und 25:20 zu gewinnen. „Wir haben es im Gegensatz zu unseren letzten Spielen nicht geschafft, die schwierige Personal- und Trainingssituation engagiert zu kompensieren“, sagte Susanne Maier nach dem Arbeitssieg. Mit 8:8 Punkten beendet der SC Alstertal-Langenhorn die Hinrunde auf dem siebten Tabellenplatz.
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