Jahrzehnte für den SC Sperber

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Marga und Wilfried Köhlert hat der SC Sperber viel zu verdanken.Foto: Thomas Hoyer
ALSTERDORF. Auf sie kann man bauen: Marga und Wilfried Köhlert, die sich seit mehreren Jahrzehnten ehrenamtlich für die Fußballabteilung des SC Sperber engagieren.
Wilfried Köhlert wurde 1935 in Eilbek geboren, wuchs aber bei seiner Großmutter in der Nähe von Ahrensbök auf, da sein Vater mit Kriegsbeginn in die Wehrmacht einberufen wurde und die Mutter in Hamburg arbeiten musste. Bereits als kleiner Steppke jagte er gerne dem runden Leder nach, spielte schon bald in der Schulmannschaft. Als die Familie Köhlert 1952 wieder nach Hamburg zog, und zwar in die Bilser Straße, unmittelbar neben dem Stadion des Sperber, lag es nahe, dass der inzwischen 17-Jährige Wilfried dem Traditionsverein beitrat und dort in der A-Jugend spielte. „In meiner ersten Partie habe ich gleich vier Tore geschossen“, erinnert sich der gelernte Stürmer. Mit seinen Teamkameraden feierte er Mitte der 1950-er Jahre den Gewinn der Hamburger Juniorenmeisterschaft. Im Herrenbereich gehörte der inzwischen zum Betriebsschlosser ausgebildete Kicker der damaligen Reserve an (heute 2. Ligamannschaft), holte mit seiner Truppe im Laufe der Jahre vier Hamburger Meisterschaften. „Mit dem Sprung in die Erste hat es leider nicht ganz geklappt. Ich kam dort nur in einigen Freundschaftsspielen und beim damaligen Fromme-Pokal gegen Berliner Teams zum Einsatz“, so Wilfried Köhlert. Ein Negativerlebnis war damals eine schwere Verletzung, als sich der Alsterdorfer bei einem Kopfballduell in einer Partie gegen den HEBC eine Gehirnerschütterung zuzog und das Jochbein brach. Bis zum Ende seiner Karriere im Jahr 1975 spielte Wilfried Köhlert, der sich als Kabelmonteur bei der Hamburger Hochbahn zwischenzeitlich bis zum Meister hochgearbeitet hatte, noch für Sperbers Alte Herren.
Dem Fußball sollte Wilfried Köhlert allerdings bis heute nicht ade sagen. Schon bald engagierte er sich wie seine Frau Marga, eine Winterhuderin, die er 1958 bei einem Urlaub in Tirol kennen gelernt und 1962 geheiratet hatte, für Sperbers Jugendabteilung, in der die gemeinsamen Söhne Dirk, der es bis zum Regionalspieler bei Holstein Kiel bringen sollte, Jens und Lars das Fußball-ABC lernten. 1979 legte Wilfried Köhlert seine C-Lizenz als Trainer ab. Größter Erfolg war der Pokalsieg mit der jüngeren C-Jugend Anfang der 1980-Jahre. Als Trainer der 2.Herren schaffte er 1991 den Aufstieg in die Bezirksliga. Nach dem Abstieg drei Jahre später kümmerte sich Sperbers Urgestein zunächst wieder um den Nachwuchs. Seit 2006 fungiert Wilfried Köhlert, der auf der letzten Jahreshauptversammlung mit einer besonderen Plakette für seine 60-jährige Vereinsmitgliedschaft geehrt wurde, als Betreuer der ersten Ligamannschaft, unterstürzt von seiner Frau, die für das leibliche Wohl der Spieler sorgt. „Der Fußball bietet uns die allerschönste Freizeitbeschäftigung“, so Marga Köhlert, die derzeit besonders stolz auf ihren Enkel Mats ist, der in der C-Junioren-Verbandsliga im Dress des FC St. Pauli spielt, und ihr 76-jähriger Mann fügt hinzu: „Solange unsere Gesundheit mitspielt und die Verantwortlichen uns haben möchten, werden wir weiter für Sperbers Liga da sein.“
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