Kiwi-Cup als nasse Trainingseinheit

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Die Jungen von der SG Neukölln gewannen den eigentlichen Kiwi-Cup. Das Turnier der Altersklasse U15 ist die Keimzelle des beliebten Wasserball-Turniers
 
Spritzigen Sport gab es auch dieses Jahr beim Kiwi-Cup zu sehen Fotos: Maibom

Turnier des HTB 62 ideal vor den norddeutschen Wasserballmeisterschaften

Von Thomas Maibom
Langenhorn. So etwas sieht man auch selten, dass Wasserballer vor dem Wasser fliehen. Doch ein kurzer aber heftiger Regenschauer ließ sie Aqua-sportler auch den Weg ins Trockene suchen. Eine denkwürdige Szene von diesjährigen Kiwi-Cup.

Bereits zum 17. Male fand das Wasserball-Turnier des HTB 62 im Kiwittsmoor-Bad statt. Doch abgesehen, von dem kurzen, aber extrem heftigen Schauer spielte das Wetter mit. Nach diversen Versuchen mit unterschiedlichen Terminen hatten sich die Verantwortlichen diesmal entscheiden, das Turnier kurz nach den Sommerferien anzusetzen. „Für die Teams war das kein Problem, aber wir von der Orga hatten dadurch mehr Stress als gewöhnlich, weil wir im Prinzip das Turnier in zweieinhalb Wochen auf die Beine gestellt haben“, sagte Philipp Kopf auf dem Orga-Team. Da war von Vorteil, dass die Aufgaben in erfahrenen Händen lagen. Doch auch den Orga-Profis unterläuft mal ein Fehler. Diesmal fehlten ein paar Mittagessen. „Wir werden forschen, wo sie geblieben sind, damit uns das nicht wieder passiert“, sagte Philipp Kopf. Den Teams, die teilweise hungrig geblieben waren, wurden die im Vorwege bezahlten Essensmarken erstattet.
Der Termin passte vielen der teilnehmenden Vereinen gut. „Nächste Woche haben wir norddeutsche Meisterschaften. Da liegt der Kiwi-Cup optimal, um sich einzuspielen“, sagte
Colin Herberger, Trainer der ETV-Perlen. Seine Mädchen wollen am kommenden Wochenende norddeutscher Meister werden und dann bei den Deutschen Meisterschaften ein gewichtiges Wörtchen mitreden.

Erwachsenen-Turniere

Im Kiwi-Bad wurden sie Vierter. „Wir haben nur in der Vorrunde gegen ein reines Jungen-Team verloren, alle anderen Spiele gewonnen“, so Herberger. Als Gruppenzweiter spielten die ETV-Mädchen um die Plätze vier bis sechs und setzten sich souverän gegen die Teams aus Warnemünde und Neukölln durch. Die Perlen-Bezwinger von den HTB Piranhas gewannen das U13-Turnier.
Bei allen Spiele gingen auch die Jungen des SV Georgsmarienhütte als souveräne Sieger aus dem Wasser. Die Niedersachsen gewannen das U11-Turnier. Ebenfalls keine Blöße gaben sich die Jungen der SG Neukölln in der Altersklasse U15. Der Turniersieg ging an die Berliner, obwohl die alle einen Altersklasse tiefer hätten starten dürfen.
Neben den Jugendturnieren findet beim Kiwi-Cup auch immer ein Erwachsenen-Turnier statt. Das nutzten der HTB 62 und Wiking Kiel, um ihre U17-Teams auf die regionalen Titelkämpfe einzustimmen. „Damit die Teams eine Herausforderung haben, hab ich unsere 1.Herren gemeldet“, sagte HTB-Coach Gregor Wilke. Sein Team machte dann so richtig ernst und gewann vor der eigenen U17 das Turnier.Den Kiwi-Cup nutzte Wilke aber auch in seiner Funktion als Schiedsrichterobmann im Hamburger Schwimmverband. Er veranstaltete eine Schiedsrichter-Ausbildung während des Turniers. Erst wurde Theorie gepaukt, dann die Schiedsrichter-Anwärter auf die Teams losgelassen. „Insgesamt haben sie das ganz gut gemacht. Vor allem wenn man bedenkt, dass das ersten Spiele waren, die die Schiedsrichter gepfiffen haben“, lobte Wilke seine Azubis.

„Baustellen“ beseitigen

Den Termin vor den Meisterschaften darf der Kiwi-Cup in den Augen von Philipp Kopf gerne behalten. Auch, dass das Turnier für die Schiedsrichter-Ausbildung genutzt wird.
„Mit dem renovierten Bad als Grundlage werden wir nun daran arbeiten, die kleine Baustellen, die es bei solch einem Turnier immer gibt, abzuarbeiten. Wir wollen im nächsten Jahr ein richtig tolles Turnier in einem richtig schönen Bad anbieten“, sagt Philipp Kopf.
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