Nichts für schwache Nerven

Anzeige
Nerven aus Stahl hatte Sophie Luise Witte (r.). Sie machte die letzten drei Punkte für den SC Alstertal-Langenhorn und holte den entscheidenden Rebound beim 58:56 Sieg gegen Berlin Baskets. Foto: Maibom

SCALA-Ladybaskets holen in allerletzter Sekunde den dritten Saisonsieg

Fuhlsbüttel. Was für ein spannendes Spiel! Erst eine Zehntelsekunde vor Spielende stand fest, dass die Basketballerinnen des SC Alstertal-Langenhorn die 1. Regionalliga-Partie gegen die Berlin Baskets gewinnen würden. Das 58:56 lässt die Ladybaskets in Sachen Aufstieg wieder optimistischer in die Zukunft schauen.
Das Finale der Partie stand auf Messers Schneide. Nach dem deutlichen 34:23 zur Halbzeit hatte der SC Alstertal-Langenhorn Punkt um Punkt seines Vorsprungs eingebüßt. Sieben Minuten vor Spielende waren die Berlinerinnen beim 51:50 auf einen Punkt an die Gastgeberinnen heran gekommen. Doch die
Ladybaskets konnten sich wieder auf fünf Zähler absetzen.
17,8 Sekunden vor Spielende war Berlin dann wieder auf einen Punkt heran gekommen, als
Sophie Luise Witte zur Matchwinnerin wurde. Wenige Sekunden zuvor war ihr noch ein ganz einfacher Ball versprungen. Doch dann wurde sie gefoult. Nervenstark versenkte sie beide Freiwürfe zum 57:54. Ein schneller Korb der Berlinerinnen aus dem Feld brachte die Gäste wieder auf einen Zähler heran, als Witte unter dem eigenen Korb erneut gefoult wurde.
„Das war schon ein heftiger Druck. Vor allem nachdem ich den ersten Freiwurf verworfen hatte“, gibt Witte zu. Doch sie hielt dem Druck stand und traf den zweiten Freiwurf. Ganz anders die Berlinerin Tina Polke. Eine halbe Sekunde vor dem Abpfiff musste auch sie an die Freiwurflinie. Zuvor hatte sie nur einen der letzten vier Freiwürfe getroffen. Und auch diesmal spielten die Nerven nicht mit. Beide Freiwürfe gingen nicht durch den Ring. Und als Witte eine Zehntelsekunde vor Spielende den Rebound nach dem zweiten Freiwurf holte, war der dritte Saisonsieg für die Alstertal-Langenhornerinnen perfekt.
„Das war kein Spiel für schwache Nerven. Aber so ist das eben, wenn zwei Favoriten aufeinander treffen“, kommentierte SCALA-Trainer Alexander May das Spiel. Hatte sein Team noch in der ersten Halbzeit sieben Distanzwürfe ins Ziel gebracht, klappte im zweiten Durchgang nicht einer. Im letzten Drittel gelang den Alstertal-Langenhornerinnen sogar kein einziger Korb mehr aus dem Feld. „Berlin hat in der zweiten Halbzeit sehr geschickt verteidigt“, erklärt May die fehlenden Feldkörbe. Dank der besseren Quote von der Freiwurflinie im letzten Viertel, SCALA traf fünf seiner acht Versuche, Berlin nur zwei von acht, konnten die Alstertal-Langenhornerinnen gewinnen. Sie gehören zu einem Trio, das drei seiner vier Spiele gewonnen hat und die Liga anführt.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige