Niendorf holt den Ergo-Cup

Anzeige
Und wieder hatte der Niendorfer TSV Grund zum Jubeln. Der Oberligist gewann wie 2012 das Vorbereitungsturnier des SC Alstertal-Langenhorn. Mit 2:1 setzte sich der Turnierfavorit im Finale gegen BW Schenefeld durchFoto: Maibom
 
Aus den Händen von Ergo-Bereichsleiter Holger Noack (li.) empfängt Niendorfs Kapitän Özdem Kocagal den Siegerpokal beim Ergo-Cup. Der NTSV setzte sich im Finale mit 2:1 gegen BW Schenefeld durch Foto: Maibom

Gastgeber SC Alstertal-Langenhorn wurde nach 8:0 gegen SVR Rugenbergen Dritter

Von Thomas Maibom
Langenhorn. Der Niendorfer TSV war wieder zu gut für das restliche Teilnehmerfeld. Der Titelverteidiger setzte sich auch dieses Jahr beim Ergo-Cup des SC Alstertal-Langenhorn durch. Aber von Trainer Vahid Hashemian kam Kritik am Turnier-modus.

Kritik am Zeitplan

Der Ex-Profi bemängelte die hohe Belastung mit fünf Spielen in acht Tagen. „Ich habe nur einen kleinen Kader. Da hatten meine Spieler zwischen den Partien nicht genug Zeit zu regenerieren“, beklagte sich der Ex-Profi des Hamburger SV. Besonders, dass nach dem Halbfinale nur ein Tag bis zum Finale verging, störte den 50fachen iranischen Nationalspieler. Eine gute Grundlage, um im Finale den besten Fußball zu zeigen, sei das nicht.
Doch auf der anderen Seite zeigte der erneute Turniersieg auch, welche Qualität Hashemian in seinem Team hat. Trotz der hohen Belastung hatte der Oberligist das Endspiel letztlich fest im Griff und siegten 2:1 gegen eine Klasse tiefer spielenden BW 96 Schenefeld.
Auch das Abschneiden der Alstertal-Langenhorner stimmte die Verantwortlichen zufrieden. Als Gruppenzweiter waren die Gastgeber ins Halbfinale eingezogen. In der Vorrunde hatte der SC 5:1 gegen den USC Paloma gewonnen, den HSV III 2:0 geschlagen und 0:5 gegen den SV Rugenbergen verloren. Schenefeld hatte sich dann 4:2 im Halbfinale gegen die Gastgeber durchgesetzt.
Im Spiel um Platz drei war wieder Rugenbergen Gegner. Aber diesmal die Zweite des SVR. Die wurde 8:0 geschlagen. „Das war kein Maßstab, auch wenn man gegen solch ein Team erst einmal acht Tore machen muss“, meinte Jendirk Bauer, der wie Alexandros Tatsis ein Viertel der Alstertal-Langenhorner Tore im Platzierungsspiel schoss.
Meisam Azadeh und der dreifache Torschütze Mike Appiah sorgten für den restlichen Torreigen. Zuvor hatte der VfL Pinneberg den USC Paloma 4:3 im Spiel um Platz fünf geschlagen und der HSV III mit 6:5 nach Elfmeterschießen gegen den SC Sperber gewonnen.

Test für Neuzugänge

Abgesehen von der Niendorfer Kritik für den engen Spielplan gab es wieder viel Lob für die Ausrichter. Der SC Sperber hat schon für das nächste Jahr zugesagt. Das freut Manager Ralf Rath. Denn Rath macht den Trend zu immer mehr Turnieren in der kurzen Sommerpause aus. „Es wird immer schwerer, Teams für ein Saisonvorbereitungsturnier zu finden“, sagt Rath. Wenn, dann bietet sich öfters ein verzerrtes Bild wie beim SV Rugenbergen. Die Vorrunde spielte der Oberligist mit seiner ersten Mannschaft. Da die am Wochenende aber schon ein Trainingslager an der Nordsee gebucht hatte, musste die U23 in Halbfinale und Platzierungsspiel einspringen.
Trotz solcher Rahmenbedingungen ist ein Turnier wie der Ergo-Cup eine gute Gelegenheit, sein neues Team unter Wettkampfbedingungen zu testen. So gab SCALA-Trainer Oliver Kral seinem gesamten Kader Einsatzzeiten. Jendrik Bauer, erfahrener Oberliga-Spieler und Tor-Garant bei den Alstertal-Langenhornern, begrüßte dies.
„Anfang der Saison gehen Patrick Lüth und Mikko Hallenga in den Urlaub. Das sind zwei Spieler, die wir nicht so leicht ersetzen können. Da ist es gut, wenn gerade die Neuzugänge gleich auf Herz und Nieren getestet werden“, sagte Bauer. Und die hinterließen drei Wochen vor Saisonstart einen guten Eindruck.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige