Scala: Saisonziel heißt Klassenerhalt

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Die Fußballer des SC Alstertal-Langenhorn gehen in die anspruchsvollste Saison ihrer Karriere. Erstmalig spielt ein Herrenteam des Vereins in der Oberliga Hamburg. Für den Landesliga-Vizemeister wird es schwer genug, nur die Klasse zu halten Foto: Maibom

Fußballer spielen erstmalig in der Oberliga. Trainer Kral: „Wir müssen jede Chance nutzen.“

Langenhorn. Die Fußballer des SC Alstertal-Langenhorn stehen vor der größten Aufgabe in der Vereinsgeschichte. Mit etwas Glück ist das Team in die Oberliga Hamburg aufgestiegen. Nun heißt es nach den erfolgreichen Jahren in der Landesliga kleine Brötchen backen. Trainer Oliver Kral weiß, warum beim SC Alstertal-Langenhorn eine neue Bescheidenheit eingekehrt ist. „Wir sind als Nachrücker der Relegationsspiele in die Oberliga aufgestiegen. Und wir werden wahrscheinlich den kleinsten Etat aller Oberliga-Mannschaften haben.“

Junger Kader

Vornehmliches Ziel ist der Klassenerhalt. Für die Alstertal-Langenhorner eine ungewohnte Situation. In den letzten Jahren waren sie von Erfolg zu Erfolg geeilt und haben immer in der Spitzengruppe der Bezirksliga und der Landesliga mit gespielt. Doch diesmal wird sich das Team auf viele Niederlagen einstellen müssen. „Wir können uns nicht wie Mitaufsteiger TuS Dassendorf einen Oberliga-tauglichen Kader zusammen kaufen“, erklärt Kral. Doch trotzdem kann der SC Alstertal-Langenhorn auf gleich neun Zugänge, fünf davon von außerhalb, verweisen. Denn die Oberliga ist für talentierte Spieler auch ein Schaulaufen. Finanziell potente Vereine sichten besonders in dieser Liga.
Und so umfasst der aktuelle Kader 26 Spieler. Wie in den vergangenen Jahren ist der Kader jung. Nur fünf Spieler sind vor 1990 geboren. Stürmer Jendrik Bauer, Mittelfeldspieler Michael Gollasch sowie die Verteidiger Kaj Axmann und Steve Harder und Torwart Christoph Möhring haben die 23 Jahre vollendet. Auch die Neuzugänge verfolgen die Philosophie der vergangenen Jahre, auf Nachwuchs zu setzen. Haras Anam, Christian Friedsam, Christian Pollner und Alex Tatsis kommen aus der eigenen Jugend, Paul Neis aus der Jugend von Altona 93. Konrad Ladendorf und Lucas Molder sind auch erst 19 Jahre alt. Stürmer Richard Depers ist mit Mitte 20 Jahren der Oldie der Neuzugänge. Rückkehrer Vincent Drießen ist gerade 20 geworden.
Seinen Neuzugängen traut Oliver Kral einiges zu. „Jeder von denen hat das Zeug, zur positiven Überraschung der Saison zu werden“, urteilt Kral. Anam ist für sein Alter sehr abgeklärt und paßsicher, Depers schnell und unbekümmert, Friedsam der Taktikfuchs, Ladendorf profitiert von seiner Schnelligkeit, Molder ist ballsicher und kann sehr schnell zwischen Angriff und Abwehr umschalten, Drießen die Routine als Stammkeeper aus der Schleswig-Holstein-Liga beim SVHU, Neis behauptet den Ball hervorragend in Bedrängnis, und Tatsis hat trotz seiner jungen Jahre eine unglaubliche Präsenz auf dem Platz. Nur Christian Pollner kann zurzeit seine Qualitäten nicht zeigen. Er laboriert noch an einem Kreuzbandriss herum.

Erste Punkte eingefahren

Manager Ralf Rath glaubt an die Chance seiner jungen Mannschaft. „Ich bin mir sicher, dass wir am Saisonende drei Team hinter uns stehen haben werden. Ich hoffe, dass das zum Klassenerhalt reicht“, sagt der Manager. Die ersten Punkte haben die Alstertal-Langenhorner schon im ersten Saisonspiel eingefahren. Mitaufsteiger SV Blankenese wurde nach Treffern von Lucas Molder, Tim Mikko Hallenga, Robin Tewes und Jendrik Bauer (2) mit 6:1. „Das sind drei Punkte, die uns keiner mehr nimmt“, freut sich Oliver Kral. Die Tatsache, dass der SC Alstertal-Langenhorn nach dem Sieg erster Tabellenführer der Oberliga Hamburg, lässt den Trainer kalt. „Wir wissen, dass wir noch 33 schwere Spiele vor uns haben. Ein Sieg zum Auftakt sorgt für eine gute Stimmung, reicht aber nicht zum Klassenerhalt“, sagt Kral. Schon am Freitag, beim SC Condor, einem der Meisterschaftsfavoriten kann das Pendel genauso deutlich gegen Scala ausschlagen. „Wir haben in jedem Spiel die Chance zu gewinnen. Mal ist sie größer, mal kleiner, aber sie ist immer da. Wichtig ist, dass wir jedes mal versuchen, diese Chance zu nutzen“, philosophiert Kral.
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