SCALA verzichtet auf 3.Liga

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Nina Gehr ist eine der erfahrenen Spielerinnen, die bei den ersten Damen des SC Alstertal-Langenhorn aussteigen. Der personelle Aderlass ist ein Grund, warum die Handballerinnen auf ihr Startrecht in der 3.Liga verzichtet haben. Foto: Maibom

Das Angebot kam zu kurzfristig

Langenhorn. Am Saisonabschluss gab es nichts zu mäkeln. Mit einer einwandfreien Leistung gewannen die Handballerinnen des SC Alstertal-Langenhorn beim VfL Bad Schwartau mit 30:19. Den Gang in die Oberliga Hamburg / Schleswig-Holstein tritt das Team, trotz eines kürzlich eingegangene Angebots in der 3.Liga zu spielen, an.
„Die letzten beiden tollen Spiele gegen die Handballfrauen Henstedt-Ulzburg-Kisdorf und in Bad Schwartau dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir in den meisten Spielen der Saison nicht drittligatauglich agiert haben“, sagt Trainer Gebhard Bahr. Und das Angebot der Handball-Bundesliga für die 3.Liga sei zu kurzfristig gekommen. „Es geht ja nicht allein um die sportliche Qualifikation. Es hängt ein riesiger Rattenschwanz an Organisation dran. Den finanziellen Aspekt darf man auch nicht vernachlässigen“, erläutert Bahr.

„Wir müssen für solch ein
Unterfangen die Abteilung, den Verein und Sponsoren mit ins Boot holen.“
Die Folge ist aus sportlicher Sicht dramatisch. Wer für die zweite oder dritte Liga meldet, der darf spielen. Absteiger gibt es nicht. In der 3.Liga Nord haben beispielsweise der Vorletzte VfL Stade und der Drittletzte HSG Hude-Falkenburg gar keine Lizenz für die 3.Liga mehr beantragt. Sie sind zwar die regulären Absteiger. Aber aus Mangel an spielwilligen Teams hätten sie noch eine Saison in der 3. Liga dranhängen dürfen.
Das Angebot, noch ein Jahr in der 3.Liga zu spielen war aus an Schlusslicht SC Alstertal-Langenhorn ergangen. Doch viel zu kurzfristig, wie Gebhard Bahr befand. „Wir müssen für solch ein Unterfangen die ganze Abteilung, den Verein und Sponsoren mit ins Boot holen und hätten nur zwei Tage Zeit dafür gehabt. Das war viel zu knapp“, kritisiert der Trainer.
Aber auch sportlich macht der Antritt eine Klasse tiefer Sinn. Mit Mirja Petersen, Nina Gehr und Manuela Roth steigen drei erfahrene Spielerinnen aus. Nachwuchstalent Rieke Hartz will nach dem Abitur ins Ausland und die ein Jahr jüngere Sonja Gottschalk geht ins Abitur. Sie wird sportlich kürzer treten.
In Hamburg gibt es auch nicht so viele drittligataugliche Spielerinnen, dass man mal so eben ein Team für die 3.Bundesliga aus dem Boden stampfen könnte. „Es macht mehr Sinn, eine Liga tiefer das Team neu aufzubauen und einen neuen Anlauf auf den Aufstieg zu nehmen“, meint Gebhard Bahr.
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