Tauziehen der Drachenboote

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Ein eindrucksvoller Anblick sind die 15 Meter langen Boote, wenn sie im 25-Meter-Becken des Arriba-Bades um die Wette rudernFoto: Maibom

Acht Teams duellierten sich im Hallenbad per Seil und Umlenkrollen

Norderstedt. Die Norderstedter Sportszene ist um eine kurzweilige Veranstaltung reicher. Acht Teams maßen sich beim ersten „Dragon Boat Indoor Pool Race“ am vergangenen Sonnabend. Drachenboote sind in Norderstedt nichts Neues. Seit drei Jahren finden im Sommer die Drachenbootrennen auf dem Stadtparksee statt. Was aber die wenigsten wissen: Es gibt auch eine Hallensaison. Mit den 15 Meter langen Booten werden auch im Hallenbad Wettkämpfe veranstaltet.
Dafür hatte sich Dagmar Buschbeck von der Rattenscharf Event Agentur einen Spezialisten aus Norddeutschland eingeladen: Andreas Sick aus Rendsburg hat sich ein System ausgedacht, bei dem man mit den Booten in einem nur 25 Meter langen Becken „Rennen“ fahren kann. „Wir haben natürlich nicht so viel Platz wie auf dem Stadtparksee. Die Boote sind am Heck über ein Tau, das über Umlenkrollen läuft, aneinander befestigt. Nach dem Startkommando versuchen sich die Teams wie im Tauziehen gegeneinander über eine Markierung zu ziehen“, erklärt Andreas Sick. 45 Sekunden dauert so ein Rennen. Es sei denn, ein Team schafft es vorher, die Mittenmarkierung auf dem Seil zwei Meter in seine Richtung zu bewegen. „45 Sekunden hört sich nach nicht viel Zeit an. Aber die letzten 15 Sekunden sind echt mörderisch“, sagte Ruderer Jochen Plath danach und rang nach Luft. Dabei sollte er hohe Belastungen kennen. Schließlich spielte er in jungen Jahren beim 1. SC Norderstedt in der Regionalliga Fußball. „So ein Rennen ist wie 45 Sekunden Sprinten. Du ruderst wie verrückt und du kommst nicht von der Stelle. Das ist vom Kopf her nicht so ganz einfach“, erklärte der ehemalige Leistungsfußballer. Zusammen mit neun Arbeitskollegen hatte er das Team „Plambo Rambo“ in der Freizeitklasse gemeldet. „Nun sind wird Stadtmeister“, sagte Jochen Plath grinsend.
Die anderen Teams aus Hamburg und Schleswig-Holstein nutzten teilweise den Start in Norderstedt als Vorbereitung auf den 3. Drachenboot Indoor Cup in Rendsburg am 1. Feburar. Insgesamt 26 Teams gehen in Rendsburg an den Start. Ein Feld, von dem Organisatorin Dagmar Buschbeck bei der Premiere in Norderstedt nur träumen konnte. Acht Teams hatten sich für den Wettkampf in Norderstedt gemeldet, das ist ausbaufähig. Der guten Stimmung in der Halle schadete das kleine Starterfeld überhaupt nicht. Mit einem reich gedeckten Verpflegungsstand hatten die Organisatoren die richtige Abwechslung in den kurzen Rennpausen parat. Durch die spannenden Rennen kam nie Langeweile bei den Startern auf.
In der Fun-Klasse siegte in einem Wimpernschlagfinale das Team „Plambo Rambo“ gegen die „Karriere Drachen“. Die „Tri Drachen“ scheuchten das Feld erfolgreich vor sich her und wurden hinter den „Obereiner Drachen“ Vierter. In der Sport-Klasse siegte „Draco Standorte“ vom Alster Canoe Club aus Hamburg vor den „Dragonbusters“, den „SVN Aquagliders“ und den „Schwarzen Schafen“. (tm)
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