UHC-Damen: Aus in der Nachspielzeit

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Nina Notman (Mitte) vom UHC behält trotz der Bedrängnis durch die Spielerinnen vom HC Den Bosch die Kontrolle über die Hockeykugel. Foto: tm

Hummelsbüttelerinnen verlieren gegen Titelverteidiger. Trainer spricht von Schiedsrichter-Fehler

Von Thomas Maibom
Hummelsbüttel. Die Spielzeit war schon abgelaufen, da ereilte die Damen des Uhlenhorster HC das Aus im Halbfinale. Eine Strafecke musste vom MHC Laren noch ausgeführt werden und die brach den Hummelsbüttelerinnen das Genick. Mit 3:4 schieden sie beim Kampf um den Einzug ins Europacup-Finale gegen den Titelverteidiger aus. UHC-Trainer Kais al Saadi war stocksauer. „Mir liegt es normalerweise überhaupt nicht, dem Schiedsrichter die Verantwortung für Niederlagen zuzuschieben, aber wir hatten von der Schiedsrichter-Beobachterin die Rückmeldung, dass schon alle drei Gegentore am Samstag gegen Den Bosch irregulär waren. Und nun werden wir gegen Laren auch so klar benachteiligt.“
Gegen HC s´Hertogenbosch hatte der UHC zur Halbzeit verdient mit 1:0 geführt. Im zweiten Durchgang wurden die Niederländerinnen erst ausgekontert, dann gab es einen Siebenmeter und eine Strafecke, die jeweils zu einem Tor der Niederländerinnen führten. Zum Auftakt der Europapokal-Spiele hatten die UHC-Damen nur 2:2 gegen HK Neman Grodno aus Weißrussland gespielt. Ins Halbfinale war der UHC dank eines 2:0 Sieges über Club de Campo Madrid gekommen.
Im Halbfinale musste der Uhlenhorster HC dann gegen den zweiten niederländischen Vertreter im Turnier, MHC Laren, spielen. Der UHC machte es anfangs sehr geschickt, dennoch dauerte es bis zur letzten Minute des ersten Viertels, ehe der UHC sich die erste Ecke des Spiels erarbeitete und 1:0 in Führung ging. Im zweiten Viertel verstärkte der Titelverteidiger die Bemühungen, doch der UHC konterte exzellent. In der 27. Minute holten die al-Saadi-Schützlinge ihre zweite Ecke. Spielstand zur Pause: 2:1 für den UHC.
Nach dem Wechsel gab es den ersten Aufreger. Einen ins Tor geblockten Ball sahen die UHC-Verantwortlichen als nicht hinter der Torlinie aufgekommen an. Doch die Schiedsrichter gaben den Treffer zum 2:2 (45.). Macey de Ruiter sorgte dann mit einem Treffen in der 54. Minute für die erste Larener Führung. Drei Minuten vor dem Ende fiel der Ausgleich durch Kristina Hollmann. Eine erneut heftig umstrittene Eckenentscheidung von Schiedsrichter Waine brachte die Last-Minute-Entscheidung. Der MHC bekam eine Ecke wegen angeblichen Stockfouls. Und im Anschluss, mit ablaufender Uhr, noch eine weitere Ecke, bei der ebenfalls Proteste des UHC nicht berücksichtigt wurden. Und der Eckenschlag von Kim Lammers fand irgendwie den Weg ins UHC-Tor. „Ich bin sicher, dass der Stolz über die großartige Leistung der Mädels den Ärger über die Art, wie das Ergebnis gegen uns am Ende zustande kam, beiseite schiebt“, so Kais al Saadi.
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