dockside experience

Wann? 10.10.2016 20:00 Uhr

Wo? Stavenhagenhaus, Frustbergstraße 4, Groß Borstel, 22453 Hamburg DE
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Hamburg: Stavenhagenhaus |

Die Freunde des Stavenhagenhauses laden zu einem multimedialen Konzert am 10. Oktober ins Stavenhagenhaus ein, Beginn 20 Uhr. Eintritt frei, Spenden sind erbeten.

Martin von Frantzius, Violine, Elektronik

Stefan Weinzierl, Vibraphon, Percussion

Zwei ungewöhnliche Musiker gestalten einen facettenreichen Abend aus Live-Performance, Klang, Licht, Bewegung und Projektion.
Stefan Weinzierl & Martin von Frantzius überraschen mit einem vielseitigen Instrumentarium aus Schlaginstrumenten, Violine und Elektronik. Instrumentalspiel, Live-Sampling, unkonventionelle Loops und elektronische Klangmanipulation prägen außergewöhnliche Klangwelten - multimedial eingebettet in Licht und Projektion - zeitgenössische Musik zwischen Club und Konzertsaal.

Martin von Frantzius (*1977, Pforzheim) war schon immer von Musik fasziniert. In seiner Jugend war er gleichzeitig Mitglied des Bachorchester Pforzheims, der deutschlandweit bekannten Folk-Punk Band “Across the Border“, sowie der Kompositionsklasse von U. Euteneuer-Rohrer am Badischen Konservatorium Karlsruhe. Während seines Violinstudiums an der Musikhochschule Lübeck bekam er zudem Instrumentationsunterricht bei Victor Suslin, was ihn befähigte, eine große Orchesterfilmmusik zu schreiben. Erste ernstgemeinte Kammermusikstücke folgten.
Ab 2002 studierte er Komposition bei Peter Michael Hamel in Hamburg (akustische Komposition), sowie bei Georg Hajdu (Live-Elektronik und Multimedia). Weitere Studienaufenthalte führten ihn 2006/7 an die HAMU Prag sowie an das CNSMD Lyon wo er mit den Komponisten Marek Kopelent und Robert Pascal arbeitete.
2011 war von Frantzius Stipendiat der Kulturbehörde Hamburg und des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und durfte ein halbes Jahr an der Cité Internationales des Arts Paris verbringen.
Seine Musik umfasst ein weites Spektrum von akustischen Solo- und Ensemblewerken über Kompositionen mit komplexer Live-Elektronik bis hin zu interaktiven Stücken oder Installationen. Viele seiner Werke wurden auf namhaften Festivals uraufgeführt. Darunter sein Einakter „Orangen“ (Münchener Biennale 2008), sein Ensemblestück „nowhere“ (Musica Strasbourg, 2009) oder „marimba sidetracks“ (Greatest Hits Hamburg, 2013). Seine Installation „Archives Vivantes“ (2012) entstand als Auftragsarbeit für das fünfzigjährige Jubiläum des Goethe-Instituts Paris und wurde auch bei der Pariser Nuit Blanche gezeigt. Sein Stück „violin sidetracks“ durfte er gerade auf der internationalen Sound and Music Computing Conference 2016 präsentieren.

Stefan Weinzierls Konzerte und Performances passen in keine Schublade – genauso wenig wie sein Instrumentarium. Ob mit großem Orchesterschlagwerk, Video und Elektronik, Tanz oder Schauspiel – der Schlagzeuger und Multi-Perkussionist (Masterstudium HfMT Hamburg) ist auf der Suche nach spannenden Herausforderungen jenseits aller Gattungs- und Genregrenzen. Zeitgenössische Solo- und Kammer-musikliteratur sowie multimediale Kompositionen, die er stets als energiegeladene Musik-Performances inszeniert, bilden das Herzstück seiner künstlerischen Laufbahn und weckten das Interesse von zahlreichen nationalen und internationalen Musikfestivals und Konzertreihen.
So spielte er u.a. für die Elbphilharmonie Konzerte, auf den Sommerlichen Musiktagen Hitzacker, dem enter 4th festival Prag, dem Festival Musica Strasbourg, der NIME Oslo und gastiere regelmäßig auf den Hamburger Klangwerktagen. 2013 feierte seine Solo-Performance »...as time goes by...« beim Festival für zeitgenössische Musik »Greatest Hits« auf Kampnagel Hamburg ihre Premiere. Mit »dockside experience« bzw. »dockside drums« gestaltet er seit Herbst 2013 eine eigene Reihe für zeitgenössische Musik in Hamburg. Im Rahmen seiner vielfältigen Konzerttätigkeit spielte er u.a. für die Hamburger Camerata und das Württembergische Kammerorchester Heilbronn. Das Projekt „Der Hexenkessel“ führte ihn 2011 auf die Guthman Musical Instrument Competition nach Atlanta, USA. Die Performance „Licht und Hiebe“ (Jacob Sello) wurde mit dem Jury-Sonderpreis ausgezeichnet. Stefan Weinzierl ist Endorser für Adams Musical Instruments. 2015 erhielt er den Rotary-Förderpreis der Otto-Stöterau-Stiftung.
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