Wohnprojekt Warnckesweg in Planung

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Der Sackgassenteil des Warnckesweg: Die Fläche links soll bebaut werden Foto: Hanke
Hamburg: Warnckesweg |

Baugemeinschaft kauft städtisches Grundstück. Am B-Planentwurf wird gearbeitet

Groß Borstel 18 Ein- bis Fünfzimmer-Wohnungen in Einzel- und Reihenhäusern werden am westlichen Ende des Warnckesweg von einer Baugemeinschaft gebaut. Dafür muss ein neuer Bebauungsplan aufgestellt werden, dessen Entwurf, Groß Borstel 30, kürzlich in einer öffentlichen Plandiskussion vorgestellt wurde. Die Baugemeinschaft in Gründung opdeDeel eG, 14 Haushalte mit Menschen im Alter von 29 bis 70 Jahren, hat ein 18 x 150 Meter großes städtisches Grundstück auf der Südseite des westlichsten Abschnitts des Warnckesweg erworben. Nach einer Ausschreibung der Agentur für Baugemeinschaften. Das Grundstück gehörte der Stadt, weil der Warnckesweg, der an der Tarpenbek als Sackgasse endet, einst nach einer zu den Akten gelegten Planung über diesen Fluß nach Niendorf verlängert werden sollte. Der westliche Sackgassenabschnitt des Warnckesweges ist daher nur ein fünf Meter breiter Fahrweg. Auf der Nordseite stehen zwölf Reihenhäuser. Das jetzt verkaufte Grundstück gegenüber wird derzeit als wilde Parkfläche genutzt. Auf Grundstücksflächen von insgesamt 2.240 Quadratmetern will die Baugemeinschaft drei zweigeschossige Gebäude mit Staffelgeschoss mit jeweils sieben, sechs und fünf Wohneinheiten bauen lassen. 2.000 Quadratmeter Brutto-geschossfläche und 1.500 Quadratmeter Wohnflächen sind vorgesehen.

Alter Eiche erhalten

Eine in der Mitte dieses Straßenabschnitts stehende alte Eiche soll möglichst erhalten bleiben. Eine Garantie für den Verbleib des Baumes kann das Baudezernat Hamburg-Nord aber nicht geben. Die geplanten Häuser sollen im Passivhausstandard, schadstoffarm in Holzmassivbauweise mit erneuerbaren Energien errichtet werden. Ein halbes bis ein Dreivierteljahr vor Baubeginn muss ein Mischwassersiel, das derzeit unter der für die Bebauung vorgesehen Fläche verläuft, unter die Straße verlegt werden, die auf eine Breite von sechs Metern ausgebaut wird. Die Fahrbahn wird 4,50 Meter breit sein. Da die Mitglieder der Baugemeinschaft CarSharing bevorzugen, sollen nur zehn private und fünf öffentliche Parkplätze angelegt werden. Am Ende der Straße vor der Grünfläche zur Tarpenbek muss ein Wendehammer angelegt werden, damit Müllfahrzeuge dort kehren können. Die Option einer Fußgängerbrücke über die Tarpenbek bleibt bestehen.

Entwurf in Beratung

Der B-Planentwurf wird nun in den bezirklichen Gremien beraten und mit allen betroffenen Behörden abgestimmt. Das Ergebnis wird im Sommer 2017 für einen Monat öffentlich ausgelegt. Daraufhin kann sich die Öffentlichkeit erneut zu dem Entwurf äußern. Nach Behandlung aller Einwände und Vorschläge aus Behörden und Öffentlichkeit wird der Bebauungsplan von der Bezirksversammlung Hamburg-Nord festgestellt. Das ganze Verfahren dauert in der Regel eineinhalb bis drei Jahre. (ch)
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