Das Leiden der Dom-Ponys nimmt noch kein Ende – Der HTV demonstriert weiter

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Mit großem Banner und Transparent demonstrierte die HTV Jugend- und Aktionsgruppe gemeinsam mit anderen Tierschutzorganisationen. (Foto: Hamburger Tierschutzverein)

Am vergangenen Sonntag demonstrierte die Jugend- und Aktionsgruppe des Hamburger Tierschutzvereins von 1841 e.V. (HTV) erneut gemeinsam mit der Tierrechtsinitiative Hamburg gegen den Missbrauch der Ponys auf dem Hamburger Dom.

Auch beim diesjährigen Sommerdom hat der Hamburger Tierschutzverein den durch die Tierrechtsinitiative Hamburg organisierten Protest gegen den Einsatz von lebenden Tieren im sogenannten Ponykarussell unterstützt. Die Besonderheit der aktuellen Proteste ist, dass die Protestler direkt vor dem „Fahrgeschäft“ stehen und demonstrieren dürfen. Somit wird das Leiden der Tiere den Besucherinnen und Besuchern direkt vor Augen geführt und die Aufklärung kann noch besser erfolgen. Dieses Mal waren es so viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer, dass sich die Gruppe sogar aufteilen musste und zehn Demonstrantinnen und Demonstranten an dem Ponykarussell und ebenso viele direkt gegenüber stehen und für viel Aufmerksamkeit sorgen konnten.

Der Zuspruch der vorbeigehenden Dom-Besucherinnen und -Besucher war größtenteils sehr positiv, was zeigt, dass die Hamburger keine Ponykarussells mehr in ihrer Stadt haben möchten. Das müssen jetzt nur noch die Politiker verstehen. Natürlich gab es auch am vergangenen Sonntag weiterhin die empathielosen Eltern, welche ihre Kinder zum tierquälerischen Vergnügen auf die Ponys setzten. Nicht nur das ist tierschutzrechtlich schwer zu verstehen, auch die direkte Sicht auf die geschundenen Tiere war schwer zu ertragen. Drei Stunden lang mussten die Protestteilnehmer miterleben, wie die Tiere ohne Wasserzugang und ohne Richtungswechsel ihre Kreise zogen. Ein Pony wurde drei Stunden lang nicht ausgewechselt. Eines hatte scheinbar eine Erkrankung, welche durch vermehrtes Schleimausscheiden aus den Nüstern sichtbar wurde. Eines trug ein offensichtlich nicht passendes Mundstück, was zu Schmerzen führen muss. Manche Tiere lahmten leicht. Die Tierrechtsinitative wird zeitnah das Veterinäramt mit entsprechendem Bild- und Videomaterial konfrontieren, am Sonntag war leider niemand zu erreichen.

Schön zu sehen war, dass sich zu solchen Protestaktionen mittlerweile verschiedene Tierschutzorganisationen zusammenschließen und gemeinsame „Sache“ machen. So waren neben dem Organisator Tierrechtsinitiative Hamburg und dem Hamburger Tierschutzverein noch Mitglieder vom Peta 2 Streetteam Hamburg, Ärzte gegen Tierversuche, ARIWA, Protestler gegen das LPT Mienenbüttel und noch einige weitere vor Ort. Gemeinsam kann so denen, die keine Stimme haben, eine gegeben werden!

Wer sich auch für die Ponys des Hamburger Doms einsetzen möchte, hat die Möglichkeit an den kommenden Protestaktionen teilzunehmen. Diese finden jeden Sonntag ab 15 Uhr und die nächsten drei Mittwoche ab 17 Uhr direkt vor dem Ponykarussell statt. Die Tierrechtsinitiative hat genügend Material, sodass man auch einfach spontan dazu stoßen und mit demonstrieren kann!

www.hamburger-tierschutzverein.de
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2 Kommentare
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Kurt Hoffmann aus Hamm | 09.08.2017 | 10:36  
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Rainer Stelling aus St. Georg | 10.08.2017 | 16:47  
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