Derby-Protest auf der Horner Rennbahn: Hamburger Tierschutzverein fordert erneut das Ende des Missbrauchs von Pferden als Sportgeräte

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Schmerzhafter Einsatz von Zungenbändern – authentisches Material vom Derby 2013. Foto: Andrea Klick
Der NDR berichtete jüngst in einer Dokumentation über „Das kurze Leben der Rennpferde“ und rückte damit das Leid der zum Sportgerät degradierten und sich zu Tode stürzenden Tiere in den Fokus der Öffentlichkeit. Der Hamburger Tierschutzverein greift dieses Thema ebenfalls wieder auf und protestiert am kommenden Sonntag, 2. Juli, das vierte Jahr in Folge beim IDEE 148. Deutschen Derby gegen den Einsatz von Pferden in Rennen.

Das letztjährige Deutsche Derby sorgte in den Medien für Negativschlagzeilen, da das Rennpferd „Isfahan“ mit neun statt den erlaubten fünf Hieben zum Sieg gepeitscht worden ist und der Jockey im Nachhinein eine Geldstrafe zahlen musste. Auch in der diesjährigen Rennsaison mussten bereits einige Pferde nach Stürzen getötet werden. Doch das ist sicher nur die Spitze der Tierquälerei, welche mit dem harten Training der häufig noch sehr jungen Tiere beginnt und mit schweren Schäden am Bewegungsapparat und an der Psyche endet. Der häufig nicht gewährte Weidegang und die anstelle dessen gerückte Zwangsbewegung durch sogenannte Führanlagen stellen eine nicht artgemäße Haltung der Tiere dar. Auch großer psychischer und physischer Stress, der durch lange Transporte und ständige Ortswechsel verursacht wird, setzt den sensiblen Fluchttieren zu.

Bewegt durch den Tod der Pferde Cool Kid und Glad Royal beim Galopprennen 2013 veranstaltete die HTV Jugend- und Aktionsgruppe bereits in den vergangenen Jahren Mahnwachen. Nun bittet sie mit bildstarken Plakaten und Postkarten alle Besucherinnen und Besucher, sich bewusst zu machen, was für ein tierquälerisches Event sie sich anschauen und diese Veranstaltungen zukünftig nicht mehr zu unterstützen. „Sport und Unterhaltung ja, aber nicht auf Kosten der Tiere!“, fordert Katharine Krause, 2. Vorsitzende des HTV und Leiterin der Gruppe. Dies gilt natürlich für alle sechs Renntage (30. Juni bis 5. Juli) auf der Horner Rennbahn.

Link zur NDR-Dokumentation „Das kurze Leben der Rennpferde“
Link zur Facebook-Veranstaltung
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