Schüler verbringen „Zukunftstag“ bei der Polizei

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Alen, Aluisa und Isabell durften unter der Aufsicht von Malte Prieß vom PK 31 mit einem Lasergerät die Geschwindigkeit vor der Schule Richardstraße messen Foto: kg
Hamburg: Richardstraße 85 |

„Ein spannender Job“ lautet das Fazit der Kinder aus Eilbek

Von Karen Grell
Eilbek
Die Geschwindigkeit der vorbeifahrenden Autos in der 30er-Zone messen, Autofahrer anhalten, die zu schnell gefahren sind, und auch gleich noch eine Verwarnung aussprechen, das durften Hamburger Schüler jetzt alles einmal selber ausprobieren. Im Rahmen des Zukunftstages, der früher einmal „girlsday“ genannt wurde, hatten die Mädchen und Jungen die Gelegenheit in vielleicht zukünftige Berufe einmal unverbindlich hinein zu schnuppern. „Ich will auf jeden Fall Polizistin werden“, ist sich Aluisa (11) schon nach den ersten Stunden des Projekttages sicher. Malte Prieß vom Polizeikommissariat 31 begleitete die Schüler an diesem Tag und weiß, welche Faszination der Beruf bereits auf kleine Kinder ausübt. Nachwuchsprobleme gebe es trotz vieler Bewerber dennoch immer wieder.

Voraussetzungen für Polizeidienst


„Viele entsprechen nicht den Anforderungen, die man mitbringen muss“, so der Verkehrslehrer. „Man sollte schon sportlich sein und gute Deutsch- und Englischkenntnisse mitbringen“. Jeder, der zur Polizei will, müsse zuerst eine Prüfung ablegen und erst dann werde entschieden, welche Kandidaten in die engere Wahl kommen.“ Neu sei, so Prieß, dass als Voraussetzung für den Dienst als Polizeikommissar nicht mehr die deutsche Staatsangehörigkeit gefordert werde.

Temposünder erfasst


Der Tag bei der Polizei startete für die Schüler bereits in der Wache. „Uns wurde die Ausrüstung erklärt und die gesamte Wache gezeigt“, erzählt Alen (11). Anschließend ging es für die Schüler auf die Straße. Mit einem Lasergerät durften die Elf- und Zwölfjährigen selber Messungen vornehmen und mussten auch gleich feststellen, dass die Polizei sehr viel zu tun hat. „Viele fuhren hier vor der Schule in der 30-Zone viel zu schnell“, sagt Alen. „Bei einem haben wir sogar über 60 km/h gemessen“. „Wäre das hier ein offizieller Einsatz gewesen, hätte der Fahrer erste einmal einen Monat lang zu Fuß gehen müssen“, erklärt Malte Prieß den Schülern. „Schade eigentlich, dass es kein Ernst war“, findet Aluisa. Auch nach dem Zukunftstag ist weiterhin klar: Polizist ist für viele ein Traumberuf.
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