Vier neue Lebensräume für die Katzen im Tierheim Süderstraße

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Unsere Katzen sind eingezogen und fühlen sich wohl im „Pfotengetümmel“. Foto: Hamburger Tierschutzverein

Ein weiteres Bauprojekt auf dem Tierheim-Gelände konnte in diesem Jahr abgeschlossen werden. Für die größte Tiergruppe im Bestand, die Katzen, sind vier Gruppenräume mit Außengehegen entstanden. Finanziert wurde diese umfangreiche Erweiterung des Katzenhauses durch Spenden.

Ziel der Baumaßnahme war es, denjenigen Katzen, die für lange Zeit im Tierheim bleiben – zum Beispiel aufgrund von chronischen Krankheiten, eines Handicaps oder wegen ihres hohen Alters – die Chance zu bieten, mit Artgenossen zusammenzuleben, wenn sie es selber wünschen. Gleichzeitig haben Adoptanten so die Möglichkeit, die Tiere in entspannter Atmosphäre kennenzulernen.

Aus den vier je acht bis zehn Quadratmeter großen Räumen sind helle Wohlfühlbereiche für die Samtpfoten entstanden, die durch die Glastüren schon auf den ersten Blick freundlich und einladend wirken. Jeder Raum verfügt über einen großzügigen und abwechslungsreich gestalteten Außenbereich, welcher durch zwei Katzenklappen zugänglich ist, sodass mehrere Katzen selbstständig zwischen Außen- und Innenbereich wechseln können. Dementsprechend ist hier nun genug Platz, um eine Gruppenhaltung gut umsetzen zu können.

Rund um die Außenbereiche des Anbaus wurde zudem eine kleine Ruhezone mit Sitzbänken für die Tierheim-Besucher geschaffen, indem die nahen Hunde-Ausläufe mit Sichtschutzwänden und einer Bepflanzung abgegrenzt wurden. So besteht nun die Möglichkeit, die Katzen in Ruhe kennenzulernen und zu beobachten.

Carlo, Hanni und Nanni zogen als erste Dreier-WG in einen der Lebensräume ein, die von den Katzenhaus-Mitarbeiterinnen liebevoll „Pfotengetümmel“ getauft wurden. Es dauerte nicht lange, bis die drei Rabauken ihre neue Umgebung erkundet hatten. In ihrer schönen Behausung gelangten sie schnell ins Blickfeld der Interessenten und konnten wenige Wochen später bereits vermittelt werden. Auch alle anderen Bewohner erfreuen sich an der liebevollen Einrichtung, die ihnen Rückzugsorte, Aussichtspunkte und Klettermöglichkeiten bietet. Durch Ess-, Schlaf- und Toilettenplätze in ausreichender Anzahl können die Tiere konkurrenzfrei den Tag genießen. Einige Katzen erleben diesen „Luxus“ zum ersten Mal in ihrem Leben, denn immer wieder erhält das Tierheim Süderstraße beispielsweise durch behördliche Sicherstellungen viele Katzen aus sogenannten Messi-Haushalten auf einmal. Für solche Katzengruppen sind die neuen Lebensräume eine optimale Unterbringung, in der sie die leider oftmals schlechten Erfahrungen aus ihrem ehemaligen Katzen-Zuhause hoffentlich schnell vergessen können.

Baukosten dank Spenden finanziert

Aufgrund des schwierigen Untergrunds und einer daraus resultierenden langen Planungs- und Vorbereitungsphase konnten die Bauarbeiten erst im November 2016 beginnen. Die Kosten für diese wichtige bauliche Erweiterung betrugen rund 150.000 Euro. Es ist großartig, dass diese Summe mithilfe der Spenden aus einer erfolgreichen Mailing-Aktion, der finanziellen Unterstützung durch die Sparda-Bank, der Zuwendungen von Stiftungen sowie durch einen dem Katzenschutz gewidmeten Nachlass bewältigt werden konnte. Darüber hinaus wurde das Projekt von verschiedenen Fachleuten ehrenamtlich begleitet und unterstützt. Anders wäre ein so tolles Gebäude zu diesen Kosten nicht möglich gewesen.

Im Namen der Katzen bedankt sich das Tierheim herzlich für die Unterstützung dieser nachhaltigen und dringenden Investition. Nun haben es Schurek und seine Artgenossen für die Dauer ihres Aufenthaltes so gut wie möglich.

Wie der Katzenhaus-Anbau entstanden ist, sehen Sie in unserer Bildergalerie.
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