Nachlese: TANZEISEN - Eine Ausstellung im Dialog der beiden Hamburger Künstlerinnen Ulea Wesemeyer und Heike A. Stephan - im Atelier Salon am Klosterstern - am vergangenen Wochenende

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Ulea Wesemeyer und Heike A. Stephan
Text:* Dirk B. Schmitz (c) 2015

Tanz. Eisen.
Scheinbar Unvereinbares trifft aufeinander. Dynamisch freier Tanz auf starrem Eisen?

Die Zeichnungen von Heike A. Stephan verbinden sich mit den Eisenlandschaften von Ulea Wesemeyer. Zu etwas Neuem und Eigenständigen:

Tanzeisen.
Als wenn diese Wortkreation schon immer im Duden gestanden hätte. So natürlich und folgerichtig kommt diese Verbindung daher und schmeichelt dem Auge und Gefühl des Betrachters.

Das Klacken der Flamencoschuhe ist förmlich zu hören auf dem Boden der Eisenlandschaften.

Das Eisen fließt nur so dahin, im Einklang mit dem Schwung der Flamencokleider und schwingt sich wie hörbar ein.

Auf die Schallwellen der spanischen Gitarre und des Rhythmus des Cajón.

Nur scheinbar Unvereinbares geht hier eine tiefe organische Verbindung ein.

Die Arbeiten der seit vielen Jahren miteinander befreundeten Künstlerinnen Heike A. Stephan und Ulea Wesemeyer haben sich gesucht und einen gemeinsamen Ausdruck gefunden.

Ohne dass sie hierdurch ihren eigenständigen Charakter aufgeben müssen oder verlieren.

Die Synergie ergibt sich vielmehr auch dadurch, dass die Ausstellung Tanzeisen durch weitere individuelle Einzelarbeiten der beiden Künstlerinnen ergänzt und damit erst vervollständigt wird.

Die Ausstellung der beiden Freundinnen wurde somit zum Ausdruck ihrer tiefen inneren Verbundenheit. Und dafür, dass künstlerischer Ausdruck sich zu einem Teil auch immer aus gemeinsamer Inspiration nährt. Sie zeigten mit ihrem Austellungskonzept, dass künstlerische Positionen sich - mit Sinn gemeinsam präsentiert - nicht nur hervorragend ergänzen, sondern durch neue Sehweise auch gegenseitig bestärken und verstärken können. Der Tanz zeigt dem Betrachter das dynamisch Fließende der Eisenlandschaften. Das Material Eisen gibt dem kraftvollen Flamencotanz einen festen Halt und Untergrund. Ohne dass eines von beiden in den Hintergrund treten muss.

Tanzeisen: eine natürliche Synergie, die durch die Kraft der Inspiration und des sich inspirieren Lassens genährt wird und deren sprühender Geist seinesgleichen sucht.

*Der Autor lebt in Hamburg und ist Sammler der Eisenlandschaften der Künstlerin Ulea Wesemeyer

Weitere Ausstellungen sind geplant. Info:
www.facebook.com/uleaseisenlandschaften und heikestephan.de
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