Neue Räume für das Goldbekhaus

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Das Goldbekhaus soll für 120.000 Euro saniert werden Foto: Goldbekhaus
Hamburg: Goldbekhaus, Moorfuhrtweg 9 |

Das Kulturzentrum in Winterhude wird saniert, barrierefrei und bekommt einen Schallschutz

Stefanie Hörmann
Winterhude
Der Aprilscherz brachte den Stein ins Rollen: Ein Mitarbeiter des Goldbekhauses verkaufte am 1. April seinen Traum von der perfekten Sanierung des Kulturzentrums als von der Politik beschlossene Tatsache, verkündete freudig, dass die Bauarbeiten bis zum Herbst abgeschlossen sein würden. „Ein neuartiges Bauverfahren“ sorge für eine „nie gekannte schnelle Fertigstellung“, auch genügend Mittel seien vorhanden. Offenbar fiel diese Idee auf fruchtbaren Boden: Rot-Grün will am Mittwoch, 13. September, in der Bürgerschaft die Vision Wirklichkeit werden lassen und eine Sanierung für insgesamt 120.000 Euro beschließen. Das Kulturzentrum am Goldbekkanal hat seit Jahren mit Raumknappheit, fehlender Barrierefreiheit und Schallschutzauflagen zu kämpfen.

Unzureichend isoliert

„Wir sind zum Beispiel bei Diskoveranstaltungen limitiert“, sagt Goldbekhaus Geschäftsführer Bernd Haß, „die Halle ist nicht schallisoliert, wenn wir – wie geplant – ein Geschoss aufstocken, würde sich das Schallproblem deutlich bessern. Genau wie die Energiebilanz, denn das Gebäude ist unzureichend isoliert“. Und: Mit zusätzlichen Veranstaltungsräumen muss das Team vom Goldbekhaus nicht mehr dauernd umbauen, eine Dekoration oder Ausstellung länger stehenzulassen, das sei aufgrund der fehlenden Räume jetzt nicht möglich.

Mehrjährige Sanierung

Michael Werner-Boelz, Vorsitzender der Grünen Bezirksfraktion Hamburg-Nord erklärt: „Ich freue mich sehr, dass nun die ersten Schritte auf dem Weg zu einer umfangreichen Modernisierung des Goldbekhauses unternommen werden.“ Gute Nachrichten für alle Kulturfreunde in Winterhude, auch wenn´s noch etwas dauert: Das Goldbekhaus rechnet mit mehreren Jahren bis zur Realisierung der Sanierung, denn das gesamte Ensemble ist denkmalgeschützt und: das „neuartige Bauverfahren“, das Geschosse auf Hallen im Rekordtempo zaubert, ist und bleibt leider ein Aprilscherz.
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