Aufgeflogen: Ärztin fälscht Unterschriften

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Unterschriften gefälscht (Foto: https://www.stmgp.bayern.de/gesundheitsversorgung/aktuelle-themen/)

Staatsanwaltschaft ermittelt wegen gewerbsmäßigem Betrugs und Urkundenfälschung

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat gegen eine 54jährige Allgemeinärztin vor dem Landgericht Gießen Anklage wegen gewerbsmäßigem Betrugs in 14 Fällen und gewerbsmäßiger Urkundenfäschung in 153 Fällen erhoben.

Die Hausärztin, die zusätzlich noch als Psychotherapeutin tätig war, hatte es sich zur Angewohnheit gemacht Leistugen abzurechenen, die sie gar nicht erbracht hatte.

Dabei mache sie sich einige Sonderbedingungen im kassenärztlichen Abrechnungssystem zunutze. Sie behauptete gegenüber der Abrechnungsstelle der Kassenärzte einfach, der Patient habe keine Versichertenkarte dabei gehabt, oder sie habe diese wegen Beschädigungen am Chip nicht in ihr Computersystem einlesen können.

In solchen Fällen kann ein sogenannter Ersatzschein ausgestellt werden. Dieser muß vom Patienten unterschrieben werden.
Die angeklagte Ärztin habe einfach für beliebige Patienten aus ihrer Kartei solche Ersatzscheine ausgestellt und unterschrieben. Obwohl diese im Abrechnungszeitraum nicht in ihrer Behandlung waren um so zusätzlich Geld abrechnen zu können.

Darüber hinaus soll sie Unterschriften von Patienten für Anträge zur psychotherapeutischen Behandlung gefäscht und zur Abrechnung bei den Krankenkassen eingereicht haben. So habe sie zusätzliches Honorar für Patientenbehandlungen erschlichen, die nie bei ihr in der Psychotherapie waren.

Der Schaden für die Kankenkassen belaufe sich auf mindestens 350.000 Euro, so die Generalstaatsanwaltschaft

Aufegfallen war der Betrug 2011, als die Abrechnungsstelle der Kassenärzte Unstimmigkeiten bei der Abrechung der Angeklagten und den Genehmigungen der Krankenkassen für die psychotherapeutische Behandlung feststellte. Im Jahre 2012 wurden die Ernittlungen aufgenommen, die Arztpraxis und die Privaträume der Ärztin durchsucht und 150 Patienten befragt.

Diese Ermittlungen und der Vergleich ihrer Abrechnungen und den Unterlagen der Krankenkassen führten schließlich zur Anklage, die für die Ärztin im Falle eines Schuldspruches schwerste Konsequenzen haben dürfte.

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