Ein Kanrienvogel in der Wohnung...

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Kanarienvögel (Foto: http://mrg.bz/qXMoxS)

...ja, aber!

Das Halten von Kleintieren in der Wohnung ist nicht erlaubnispflichtig. Das bedeutet, man muß den Vermieter nicht fragen, will man sich einen kleinen Piepmatz anschaffen


Sind es allerdings so um die hundert Kanarienvögel, dann droht schon mal die Kündigung.

Und das ist auch berechtigt, entschied das Amtgericht Menden (AZ 4 C 286/13)

Der Fall: Ein Mieter hatte seine 51qm große Wohnung etwas umgestaltet. So hatte er die Eingangstüre zu einem Zimmer durch eine Lattenrahmekontruktion mit Maschendrahtgitter ersetzt und in das "Vogelszimmer", wie er es nannte, 80 Kanarienvögel und Zebrafinken gesetzt.

Die Vögel taten das, was Vögel eben so machen. Sie bauten Nester und vermehrten sich prächtig. Und machten nebenbei noch kräftig Lärm. Denn sie versuchten alle sonstigen Geräusche im Hause zu übertönen.

Das gelang ihnen so gut, daß die andern Mieter dauerhaft gestört wurden und sich beschwerten,

Der Vermieter bat "Abhilfe zu schaffen". Das sah der Mieter nicht ein und bekam die Kündigung des Mietvertrages.

Dagegen klagte er. Erfolglos

Das Amtgericht entschied, daß der "zulässige Mietgebrauch" der Wohnung überschritten sei.

Der Lärm in der Wohnungdurch so viele frei fliegende Vögel sei den anderen Mietern nicht zuzumuten. Außerdem habe der Vermieter durch die private Vogelzucht schäden an der Wohnung zu befürchten.

Rechtsanwältin Petra Wichmann-Reiß dazu: "man galubt ja kaum, auf was für Ideen manche Menschen so kommen. Eine privateVogelzucht in so einer kleinen Wohnung, da dürfte auch der Tierschutz in Alarmbereitschaft sein!"

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