Hausgeburt mit Todesfolge

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Hausgeburt (Foto: http://mrg.bz/oUrwtR)
Bei einer Hausgeburt starb das Kind. Für die Ärztin und Hebamme bedeutet das nun endgültig Haftstrafe.
Die angeklagte Ärztin und Hebamme galt als erfahren, wenn es um die Duchführung von Hausgeburten ging.
Deshalb war ein Ehepaar extra aus Lettland nach Unna angereist. Sie wünschten eine "natürliche Geburt" , obwohl ihr Kind in Beckenendlage zur Welt kommen würde. Mit Komplikationen war also zu rechnen.

Leider platzte die Fruchtblase schon bei Ankunft im Hotel. Das Ehepaar rief also die Ärztin an. Diese erschien jedoch erst 12 Stunden nach Einstzen der Wehen.

Trotz mehrfacher Komplikationen während des Geburtsvorganges sorgte die Ärztin nicht für einen Transport in ein Krankenhaus


Sie führte die Hausgeburt für weitere 18 Stunden in dem Hotel fort. Das Kind kam zwar noch zur Welt, starb dann aber sofort.

Das Landgericht Dortmund verurteilte die 62-jährige Ärztin bereits 2014 zu einer Haftstrafe und einem Berufsverbot, ließ aber eine Revision zu. Der Bundesgerichtshof wies diese aber zurück. Damit ist die Gefängnisstrafe von sechs Jahren und neun Monaten rechtskräftig.

Die Ärztin habe an einer Hausgeburt festgehalten, obwohl bei Beckenendlage mit Komplikationen zu rechnen gewesen sei. Sie habe auch beim Eintritt von Schwierigkeiten nicht sachgerecht reagiert, obwohl bei dieser Lage des Kindes im Mutterleib grundsätzlich eine Geburt in der Klinik empfohlen wird um auf Probleme rechtzeitig reagieren zu können.

AZ : 4 StR 428/15

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