Fit auf dem Fahrrad

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Die kleine Gruppe traut sich auch auf den Fuchsbergredder Foto: fbt
Hamburg: Dringsheide 10-12 |

Hamburger Verkehrslehrerin Henrike Pommeranz übt mit Viertklässlern auf der Straße

Von Frank Berno Timm
Billstedt
Wenn die Kinder aus der Klasse 4c in der Schule am Fuchsbergredder noch ein paar Mal mit Polizistin Henrike Pommeranz geübt haben, sind sie sicher auf dem Fahrrad. Mit Geduld und Kompetenz erklärt die Verkehrslehrerin Regeln, Verkehrszeichen und kümmert sich schon mal um die Verkehrstauglichkeit der Kinderräder. Die Schule am Fuchsbergredder liegt abseits des großen Verkehrs. Hier kann man sogar auf dem Schulhof üben, wie das mit dem Radfahren geht. Henrike Pommeranz zeigt einem Jungen, der vor ihr gerade eine scharfe Bremsung hinlegen wollte, wie leicht er sich hätte verletzen können: Beide Füße gehören beim Bremsen auf die Pedale, erklärt sie ihm, sonst könnte es wehtun, wenn Bein und Pedal in Konflikt kommen.

Sind alle Kinderräder verkehrstauglich

Die Kinderfahrräder werden untersucht. Geht die Beleuchtung? Fehlen Strahler? Verkehrslehrerin Pommeranz öffnet die große Tasche an ihrem Fahrrad und holt Speichenstrahler heraus, die sie den Kindern anbaut. „Wozu sind die gut?“ Ein Junge antwortet, man könne so besser von Autofahrern gesehen werden. Die Jungs und Mädchen tragen wie ihre Lehrerin einen Fahrradhelm. Sie bekommen leuchtgelbe Westen. Nach ein paar Runden auf dem Schulhof und einer kleinen Wiederholung, wie das mit dem Abbiegen so geht, kann es losgehen.

Schilder im Kleinformat

Es geht auf kleinen Nebenstraßen und Wegen kreuz und quer durch das Viertel: Ein Kind nach dem anderen überquert mit seinem Fahrrad den Fuchsbergredder und fährt ein Stückchen weiter. Die Gruppe wartet auf Nachzügler. Henrike Pommeranz erklärt ihren Schülern immer wieder geduldig, worauf sie achten müssen. An einer Kreuzung, an der rechts vor links gilt, rechts abzubiegen, geht ja noch. Kniffliger wird es, wenn man als Radfahrer nicht gut in die einmündende Straße hineinschauen kann. Die erfahrene Lehrerin hat Verkehrsschilder im Miniformat in der Hosentasche und beschreibt, wie man sich verhalten soll. Dann darf wieder jedes Kind einzeln zeigen, was es gelernt hat: Vorsichtig wird der Hasenbanckweg an der Manshardtstraße überwunden. „Ein großer Laster hat einen langen Weg zum Anhalten“, erklärt sie und die Kinder lernen, dass sie zwar nicht einfach auf die querende Fahrbahn, aber vorsichtig soweit heranfahren müssen, dass sie die Hauptstraße einsehen können.

Wichtig für die Kinder

Auch Ute Redmar, die Mutter eines der Kinder, hilft mit beim Erklären und findet den Unterricht wichtig: Viele seien ja so mit ihren Kindern gar nicht mehr unterwegs. Die Lehrstunde ist intensiv. In der nächsten Woche geht es weiter. Bald können die Schüler vom Fuchsbergredder alleine losfahren.
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