Schülerprojekt „Fotographie Diggahh“

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Meike, Pamela, Deniz, Felix, Assana und Altijan zeigen ihre eigenen Fotos Foto: Grell
Hamburg: Steinadlerweg 26 |

24 junge Jugendliche der Brüder Grimm Stadtteilschule in Horn erarbeiten sich Selbstporträts an ihren Lieblingsorten

Von Karen Grell
Horn
Fotografie, das kann viel mehr sein, als ein schnelles Selfie mit dem eigenen Handy. Diese Erfahrung haben jetzt 24 Schüler der zehnten Klasse der Brüder Grimm Stadtteilschule in Horn gemacht. Ein halbes Jahr lang arbeitete der Profilkursus Kunst und Medien zusammen mit dem Fotografen André Lützen an seinem Foto-Projekt, das über die „Kulturagenten“ finanziert wird. Mit einer Spiegelreflexkamera ausgestattet, zogen die 16- und 17-Jährigen durch die Stadt und porträtierten sich an ihren Lieblingsorten so, wie sie sich selbst sehen wollten. „Wir haben zuerst einmal viel über den Bildaufbau gelernt“, erinnert Deniz (16) an den Beginn des Profilkurses, denn Bedingung war, dass keines der Bilder bearbeitet werden sollte.

Motivsuche immer freitags

Pamelas Portrait zeigt dann auch nur ihre Hand, auf der verschiedene Lippenstift-Farben ausprobiert wurden. „Schminken ist mir eben einfach wichtig“, betont die top-gestylte 17-Jährige. Immer freitags seien sie mit der kompletten 10a in Zweiergruppen losgezogen und hätten ihre Fotos gemacht. „Das Suchen der Location und dieses Selbstständige haben mir besonders gefallen“, sagte Meike (16). Überall in der Stadt hätten sie nach passenden Kulissen für ihre Bilder gesucht, denn jeder der Schüler wollte seinen ganz individuellen Ort finden, um sich fotografieren zu lassen. Felix (16) liebt Fußball, deshalb musste es auch der Rasen vor dem Tor sein, wo er sich mit einem Lederball in Szene setzte. Sein zweites Bild zeigt eine Spirale, die sich nach oben zu bewegen scheint: „Ich habe den Sprung in die Oberstufe geschafft, und das ist für mich das Zeichen für einen runden Moment.“

Persönliche Geschichten

Klassenlehrer Steffen Biewald konnte in dem Semester der Fotografie beobachten, wie persönlich die Geschichten oft sind, die hier in den Bildern erzählt werden. Genau deshalb passt auch der Titel für das geplante Buch so gut: „Fotographie Diggahh – Bilder schweigen nicht“. Nach einer langen Abstimmungsphase kamen die Schüler zu diesem Ergebnis. Auf den Titel soll das Foto eines Handys, in dem sich die Sonne spiegelt. „Das passt genau zu eurer Generation“, bestätigt auch Fotograf André Lützen die Entscheidung der Schüler, der mit dem Ergebnis seiner jungen Fotografen absolut zufrieden ist. Sich selbst ausprobieren, Themen bewusst in Szene setzen und ein Bild kreieren, das zunächst im Kopf entstehen muss, bevor es mit der Kamera festgehalten werden kann, war die Herausforderung, der sich die Schüler gestellt haben und die ihnen „viel Spaß und neue Ideen gebracht hat“. Wenn die 10a dann am Ende des Semesters das eigene Buch in der Hand hält, wird das „der absolute Hammer sein“, darin sind sie sich alle einig.
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