Spielstraße in Billstedt häufig ignoriert

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Das Schild auf der Haferblöcken-Seite ist von der angrenzenden Hecke teilweise verdeckt Foto: fbt
Hamburg: Harry-Hartz-Weg | Anwohner für Zusatz-Beschilderung am Fuchsberg fordern Zusatz-Beschilderungen

Billstedt Seit Monaten wünschen sich viele Anwohner von Fuchsberg- und Harry-Hartz-Weg, dass sich Autofahrer an die für eine Spielstraße vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit halten. Neue Schilder sollen auf die Begrenzung von 20 km/h hinweisen. Doch Polizei und Bezirk lehnen das nicht nur ab – sie ließen selbst gemalte Schilder der Anwohner gegen das Schnellfahren abmontieren. Jetzt lag den Mitgliedern des Regionalausschusses ein Papier vor, das einen neuen Vorschlag macht: Die Spielstraßenbeschilderung soll mit einem Zusatzschild versehen werden: „Verkehrsberuhigter Bereich – Fußgänger dürfen die Straße in ihrer ganzen Breite benutzen – Kinderspiele sind überall erlaubt – Parken nur auf gekennzeichneten Flächen – Besondere Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer untereinander erforderlich“. Der Regionalausschuss beschloss den Antrag einstimmig, trotz Einwände der Polizei. Laut Michael Steinmeier vom PK 42 werde nicht so schnell gefahren wie von den Anwohnern dargestellt und die Polizei habe auch nicht den Eindruck, dass die Route als Abkürzung genutzt werde. Zudem gebe es das vorgeschlagene Schild laut Straßenverkehrsordnung schlicht nicht, es sei ergo nicht zulässig. Steinmeier schlug vor, die Hecke am Spielstraßenschild auf der Haferblöcken-Seite zurückzuschneiden und es geringfügig zu versetzen. Bei der letzten Zusammenkunft sei auch erwogen worden, noch ein zweites Schild zu installieren. Steinmeier sagte, es sei geplant, noch einmal Kontrollen zu veranstalten, er würde „den Januar bevorzugen“. Die Polizei verfüge über ein neues Gerät, die Billstedter müssen sich das allerdings mit anderen Wachen teilen und haben es nur im Sechs-Wochen-Rhythmus zur Verfügung. „Ich gehe erstmal davon aus, dass die Schilder angefertigt und aufgestellt werden“, sagt Frank Ramlow dem Hamburger Wochenblatt. Sollte die Innenbehörde das ablehnen, werde er zusammen mit den Anwohnern „weitere Möglichkeiten ausschöpfen, die Straße Fuchsbergweg verkehrsberuhigter dastehen zu lassen“. (fbt)
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