Tolle Rennfahrer aus Billstedt

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Stolz präsentieren die Sieger im Seifenkistenrennen der Grundschule Fuchsbergreddder ihre „Goldmedaillen“. Sieger sind aber eigentlich alle: Auch die, die ihre Fahrer nur angefeuert haben Foto: Grell
Hamburg: Dringsheide 10-12 |

Traditionelles Seifenkistenrennen der Grundschule Fuchsbergredder begeisterte

Von Karen Grell
Billstedt
Seifenkisten, die aussehen wie richtige kleine Rennautos, sausen eine Rampe hinunter, je zwei Schüler schieben die schnittigen Wagen an, ein weiterer sitzt im Cockpit und lenkt auf die Zielgerade zu. In der Grundschule am Fuchsbergredder ist wieder Seifenkistenrennen. „Das lieben die Schüler“, schwärmt der Stadtteilpolizist Dirk Wohlers, der vor Jahren auf die Idee kam, zusammen mit ein paar Schülern die ersten Seifenkisten zu bauen. Nach seinen Plänen sind damals die tollen Rennkisten in der schuleigenen Holzwerkstatt angefertigt worden. Heute gibt es fünf Fahrzeuge. „Das Interessante ist, dass wir selber die Geschwindigkeit durch das Anschieben bestimmen“, meint Alex (10), der mit zu den ersten drei Siegerteams gehört. Je Klasse dürfen immer drei Schüler teilnehmen. Zwei müssen die Kiste anschieben, einer darf lenken. „Das fühlt sich toll an, wenn man den Berg hinunter saust und auf das Ziel zusteuert“, schwärmt Melvin, der auch eine Medaille in Gold bekommen hat. „Das macht die Kinder natürlich wahnsinnig stolz“, weiß auch Michael Nordhorst, der als Hausmanager der Schule für die Instandsetzung und den Erhalt der hölzernen Gefährte zuständig ist.

„Etwas ungerecht“


Antreten konnten beim achten Seifenkistenrennen in der vergangenen Woche Mannschaften mit Kindern von der Vorschule bis zur vierten Klasse. Nur zwei Mal konnte vor dem großen Rennen trainiert werden, dann ging es direkt auf die Bahn. Klar, dass die restliche Klasse ihre Mannschaft mit Plakaten und viel Geschrei anfeuerte. Sieger wurden in diesem Jahr die Schüler der Klasse 2 b, knapp gefolgt von der 4 c auf dem zweiten und der 2 a auf dem dritten Platz. Medaillen gab es für alle, die mitgemacht hatten. Somit trugen am Ende ziemlich viele Kinder eine Goldmedaille am Hals. „Die Veranstaltung ist ein absolutes Highlight im Schuljahr“, findet Schulleiterin Cornelia Klaue-Paschen, die selbstverständlich dabei war und beim Rennen mit gefiebert hat. Sie würde sich wünschen, dass auch andere Schule ein Seifenkistenrennen organisieren würden, und dass sie dann gegeneinander antreten könnten: „Dann könnten wir uns auch mal mit anderen Rennfahrern messen“. „Etwas ungerecht“, findet Precious (10) die beiden unterschiedlich langen Strecken.

Spaß im Vordergrund


Während die ersten beiden Klassen eine relativ kurze Strecke fahren müssen, sei die der Dritten und Vierten um einiges länger. Für das nächste Jahr schlägt Precious deshalb ein Rennen in zwei verschiedenen Staffeln vor. „Ich finde, das wäre dann ein bisschen gerechter“. Im Vordergrund steht bei dem Seifenkistenrennen an der Schule Fuchsbergredder aber nicht die Leistung, sondern der Spaß. Wenn die Kisten ins Rollen kommen, dann strahlen die Kids und fühlen sich wie kleine Helden, die das Zeug zu ganz großen Rennfahrern haben. Sieger sind an dieser Schule somit alle Kinder.
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