Zirkus-Projektwoche in Horn

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Alexander Quaiser (vorn) mit den Nachwuchsartisten Foto: Grell
Hamburg: Speckenreye 11 |

Manege frei: Gründschüler können selbst einmal Artist sein, Auftritt inklusive

Horn Die Welt im Zirkuszelt wirkt auf Kinder magisch. Clowns, die Purzelbäume schlagen und das Publikum zum Lachen bringen, Fakire, die todesmutig über zerbrochene Glasscherben laufen, elegante Seiltänzerinnen, die in schwindelerregender Höhe über ein dünnes Seil tanzen und die Akrobaten, die so beweglich scheinen, wie ein Stück Gummi – das alles gehört zum Programm einer jeden Zirkusvorstellung, die auch viele der Kinder der Grundschule Speckenreye schon einmal erlebt haben.

Drei Stunden Training täglich

Selber in der Manege zu stehen und Applaus vom Publikum zu bekommen, dieser Traum wurde für die Grundschüler jetzt wahr. In einer Projektwoche zusammen mit dem Cirkus Quaiser konnten sich die Schüler selber als Zirkuskünstler ausprobieren. „Als ich das erste Mal die Schlange gehalten habe, war das ein wirklich komisches Gefühl, fast, als hätte ich einen Fisch im Arm“, sagt Sadeta (10). Karim (10) hätte sich nie vorstellen können, einmal den Mut aufzubringen, über messerscharfe Glassplitter zu laufen, doch jetzt weiß er, wie es gemacht wird: „Man muss langsam raufsteigen und dann auch richtig kräftig zutreten, dann passiert nichts.“ Mit täglich drei Stunden Training und jeder Menge Spaß haben die Schüler zu jeder der Aufführungen Höchstleitung gezeigt. „Die Kostüme sind so wunderschön“, schwärmt Leticia (11), der am meisten die Nummer mit dem Hula-Hoop- Reifen gefallen hat.

Jedes Kind hat eigenen Auftritt

Alexander Quaiser, der Chef in der Manege, ist immer wieder begeistert davon, wie sehr sich die Kinder für die Welt im Zirkus interessieren. Das Familienunternehmen hat sich auf die Arbeit mit Grundschülern spezialisiert. „Da haben die Kinder gestaunt, als das Zelt plötzlich auf der großen Wiese hinter der Turnhalle stand“, sagt Schulleiterin Petra Purrucker. „Jeder einzelne erhält hier Beachtung und hat seinen ganz eigenen Auftritt“, betont Alexander Quaiser das Konzept des Mitmach-Zirkus. Das Programm erfordere ein wenig Mut und Übung und der Erfolg bei jedem Auftritt mache die Grundschüler selbstbewusster und sicherer. Auch Klassenlehrerin Nina Gottschlich von der 4 c ist von der Aufregung ihrer Schüler fasziniert. „Sogar diejenigen, die sich ansonsten eher wenig zutrauen, stellen sich hier der Herausforderung“. Karim hat der Auftritt als Fakir jedenfalls sogar so gut gefallen, dass es sich vorstellen könnte, später „Fakir auch als Beruf zu machen“. Zirkus strahlt eben eine ganz besondere Magie aus. (kg)
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